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Duisburg: Sechs Jahre Haft für Überfall auf Autohändler

Duisburg : Sechs Jahre Haft für Überfall auf Autohändler

Der Mann, der im Mai 2009 einen Autohändler in Duisburg überfallen hat, muss für sechs Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Duisburger Landgericht sprach am gestrigen zweiten Verhandlungstag das Urteil wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Der Angeklagte hatte wie berichtet sein Opfer nach Überzeugung des Gerichts mit einem Elektroschocker traktiert und geschlagen. Die Folge waren drei Knochenbrüche im Gesicht. Ein "sehr massives brutales Vorgehen" nannte der Richter den Überfall. Man sei überzeugt, dass der 44-Jährige die Tat begangen habe. Der Geschädigte habe ihn zwar nicht erkannt, aufgrund der DNA-Spuren am Tatort sei man aber auf den Angeklagten gekommen. Der hatte gesagt, er sei während der Tatzeit schwer drogenabhängig und spielsüchtig gewesen. Dies rechtfertigte aber nicht die Annahme eines minder schweren Falles, der mit einer milderen Strafe zu ahnden ist. Eine Sachverständige hatte vorgetragen, dass der Mann sicherlich viel Geld verspielt und auch Drogen genommen habe. Einen Krankheitswert erkenne sie darin aber nicht.

Der Autohändler hatte berichtet, dass ein ungepflegt und erschöpft wirkender Mann an dem Morgen im Mai 2009 nach einem Auto gefragt habe. Im Büro habe man sich über den Preis unterhalten wollen. Plötzlich habe der Täter ihn mit einem Elektroschocker bedroht und ihn bewusstlos geschlagen. Etwa 4000 Euro, Papiere und Autoschlüssel habe er ihm geraubt und sei geflohen.

Das Gericht blieb mit der Strafe am unteren Strafrahmen. Weitere Verurteilungen wurden in das Urteil mit einbezogen.

(RP)