Duisburg: Schwarze Schafe im Rennen

Duisburg : Schwarze Schafe im Rennen

Die zwölf Vorrundenkandidaten des Kabarettpreises "Das Schwarze Schaf" stehen fest. Die Newcomer der deutschsprachigen Kabarettszene treten nun in Wesel, Emmerich, Moers und Krefeld auf. Das Finale ist in Duisburg.

Im März wird die Region Niederrhein wieder zum Siedepunkt sprachgewandter Skeptiker und Querköpfe: Zwölf Kandidaten konnten sich mit ihren Bewerbungen gegen insgesamt 53 Mitstreiter durchsetzen und treten bei den Vorrunden des Niederrheinischen Kabarettpreises "Das Schwarze Schaf" 2012 ans Mikrofon.

Auf den Bühnen präsentieren sich mit einem je 15-minütigen Programm aus politischem Wortkabarett, Musik und Poesie: Harald Arndt (Essen), Özgür Cebe (Bonn), Volker Diefes (Krefeld), Michael Feindler (Berlin), Götz Frittrang (Oldenburg), Anny Hartmann (Köln), Rüdiger Höfken (Krefeld), Thomas Lienenlüke (Köln), Thomas Schreckenberger (Gechingen), Team und Struppi (Hamburg), Michael Tumbrinck (Münster) und Stefan Waghubinger (Stuttgart). Während der Vorrunden vom 16. bis 29. März, die in Wesel, Krefeld, Emmerich und Moers stattfinden, liegt es in der Hand des Publikums, welche fünf der zwölf Nominierten es bis ins Finale am 5. Mai im Duisburger Stadttheater schaffen.

An den acht Abenden (zwei Abende pro Stadt) stimmt allein das Publikum über das Weiterkommen der Kabarettistinnen und Kabarettisten ab. Die beliebtesten fünf Kandidatinnen und Kandidaten aller Vorrunden treten beim Finale gegeneinander an. Dann entscheidet eine Jury, wer den Titel "Das Schwarze Schaf" aus den Händen des prominenten Gastjurors Dieter Moor entgegen nehmen darf. "Ich bin sehr gespannt, welche fünf Kabarettisten es aus den Vorrunden bis ins Finale nach Duisburg schaffen werden. Eines ist sicher: Die Nachwuchselite des deutschsprachigen Kabaretts gibt sich beim Schwarzen Schaf ein Stelldichein. Eine harte Konkurrenz, von der das Publikum profitiert: Das kann sich auf einen wortgewaltigen und urkomischen Wettbewerb freuen!", so der Schauspieler, Autor und Moderator Dieter Moor.

Der Wettbewerb "Das Schwarze Schaf" wurde 1999 vom im vergangenen Jahr verstorbenen Helmut Linn und seiner damaligen Ehefrau Martina Linn (heute Martina Naumann) gegründet. Als Schirmherrn und Juroren konnten sie damals Hanns Dieter Hüsch gewinnen. Hüsch, der im Jahr 2005 starb, nahm jahrelang am Finale und an der Vorbereitung des Wettbewerbs engagiert Anteil. Hüschs Erbe, das feinsinnig gesellschaftskritische Wortkabarett, möchte der Förderverein Niederrheinischer Kabarettpreis "Das Schwarze Schaf" e.V. durch den Wettbewerb pflegen. Die Stiftung Mercator fördert inzwischen den Kabarettpreis. Der Gewinner des Finales bekommt 6000 Euro und darf mit einer Tour mit fünf Auftritten durchstarten. Die Plätze zwei und drei des Wettbewerbs sind mit 4000 und 2000 Euro dotiert. Bereits einen Tag nach der Siegerehrung am 6. Mai 2012 — dem Geburtstag von Hanns Dieter Hüsch — zeigt "Das Schwarze Schaf" 2012 sein komplettes Programm im Schlosstheater Moers.

Karten für die Vorrunden sind im Ticket-Vorverkauf für 10 Euro erhältlich (Schüler und Studenten: 7 Euro), die Kartenpreise für das Finale liegen je nach Kategorie bei 28, 25, 23 Euro zzgl. VVK-Gebühren (Schüler und Studenten: 50 Prozent Ermäßigung). Infos im Internet: www.dasschwarzeschaf.com

(RP/rl)
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