Schuljahr 2018/19 in Duisburg: So planen die Schulen

Duisburg : Schuljahr 18/19: So planen die Schulen

In zwei Wochen gibt es Zeugnisse. Derweil sind die Planungen der Duisburger Schulen für das kommende Schuljahr in vollem Gange. Die beliebteste Schulform bleibt die Gesamtschule. Aber auch das Interesse an Gymnasien wächst weiter.

Nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr. Wenn die Duisburger Schüler in knapp zwei Wochen ihre Zeugnisse erhalten, sind die Planungen für die kommende Schulzeit bereits in vollem Gange. Doch welche Schule nimmt im kommenden Jahr die meisten Schüler auf? Und welche die wenigsten? Welche Schulform ist bei den Duisburgern die beliebteste? Die RP hat sich schlau gemacht.

Foto: Schule

Grundschulen: Wie aus einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung hervorgeht, nehmen die Duisburger Grundschulen im kommenden Jahr 4476 I-Dötzchen auf, mit 932 die meisten davon im Stadtbezirk Mitte. Im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl wird es im Schuljahr 2018/19 dagegen nur 303 neue Grundschüler geben. Die meisten Anmeldungen im Stadtgebiet gab es mit 118 An- und 122 Nachmeldungen bei der Grundschule Albert-Schweizer-Straße im Stadtbezirk Süd. Sie nimmt mit 119 I-Dötzchen auch die meisten Schüler auf und startet fünfzügig ins neue Schuljahr.

Das Mannesmann-Gymnasium im Duisburger Süden (rechts) hat die meisten Aufnahmen dieser Schulform. Beliebt sind auch die Sekundarschule in Huckingen (unten links) und die Gesamschule Walsum (unten rechts), hier beim Schulfest. Foto: crei/Schulen

Die wenigsten Anmeldungen verzeichnete die Sermer Grundschule am Lindentor (15 An-, 16 Nachmeldungen), die zusammen mit der Mündelheimer Grundschule Im Reimel (23 An-, 25 Nachmeldungen) einen Schulverbund bildet. Die beiden Schulen sind zusammen mit der Grundschule Lüderitzallee auch die einzigen im Stadtgebiet, die nur mit einer Klasse in die neue Schulzeit gehen.

Gesamtschulen: Die Gesamtschule wird auch im kommenden Jahr die beliebteste Schulform der Duisburger bleiben. Den Gesamtschulen im Stadtgebiet lagen für 2018/19 2199 Anmeldungen vor. Geplant sind laut Mitteilungsvorlage 2057 Neuaufnahmen und die Gründung von 73 Klassen. Die Gesamtschule Walsum und die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule in Hamborn nehmen mit 203 Kindern die meisten Schüler auf. Die wenigsten Aufnahmen wird es mit geplanten 108 an der Aletta-Haniel-Gesamtschule in Ruhrort geben.

Gymnasien: Das Interesse an den Duisburger Gymnasien wächst. Nach 1285 Aufnahmen im vergangenen Jahr planen die Schulen für die kommende Schulzeit mit 1344 Aufnahmen, das sind zwei bis drei Klassen mehr.

Bemerkenswert: Die Zahl der geplanten Aufnahmen entspricht mit Blick auf die Gesamtstadt exakt der Zahl der Anmeldungen (ebenfalls 1344). Das heißt: Wer sich um einen Gymnasialplatz für sein Kind bemüht, hat auch gute Chancen, einen zu bekommen. Die meisten Aufnahmen planen das Mannesmann (145) und das Landfermann-Gymnasium (132).

Beide wollen im kommenden Schuljahr fünfzügig an den Start gehen. Die wenigsten Aufnahmen plant das Mercator-Gymnasium mit 86 Schülern - allerdings lagen der Schule laut Mittelungsvorlage lediglich 52 Anmeldungen für die Plätze vor.

Sekundarschulen: Auch die Sekundarschulen im Stadtgebiet wachsen. Nach 380 Aufnahmen im Schuljahr 2017/18 planen die drei Einrichtungen nun mit insgesamt 406 Aufnahmen. Insgesamt gab es allerdings nur 268 Anmeldungen. Die meisten Neuanmeldungen verzeichnete die Sekundarschule Hamborn (101), gefolgt von der Sekundarschule am Biegerpark (96). Der Einrichtung in Rheinhausen lagen 71 Anmeldungen vor.

Realschulen: Die Anmeldezahlen an den Duisburger Realschulen sind im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wollten 2017 noch 298 Eltern ihre Kinder an einer Realschule unterbringen, sind es in diesem Jahr 378. Die Zahl der Anmeldungen an den vier Duisburger Schulen entspricht in allen Fällen auch der Zahl der geplanten Aufnahmen.

Die meisten Aufnahmen plant die Realschule Fahrn mit 142 Schülern und fünf Klassen, die wenigsten mit 64 Schülern und drei Klassen die Karl-Lehr-Realschule in Wanheimerort.

Hauptschulen: Die Ära der Hauptschule neigt sich dem Ende zu. Zumindest eine der beiden verbliebenen Einrichtungen plant in diesem Jahr ohne neue Schüler. Die Hauptschule Gneisenaustraße läuft aus. Das beschloss im vergangenen Jahr der Schulausschuss.

Ihre endgültige Auflösung erfolgt, wenn ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb nicht mehr sichergestellt werden kann, spätestens jedoch zum 31. Juli 2022. Auch das Ende der Hauptschule Ludgerusstraße in Walsum ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. 13 Anmeldungen hat es für das kommende Schuljahr gegeben. Über die Zahl der geplanten Aufnahmen und Klassen liegen in der Mittelungsvorlage keine Daten vor.

(th)
Mehr von RP ONLINE