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Schulen in Duisburg: NRW-Schulministerin Dorothee Feller prüft Abordnungen

Lehrermangel an Schulen : Besuch mit Symbolkraft – NRW-Schulministerin Feller in Duisburg

Ganz bewusst hatte die CDU-Politikerin am ersten Tag nach den Sommerferien in NRW zunächst zwei Schulen in Duisburg angesteuert. Im Rahmen ihres Besuchs stellte sie kurz- und mittelfristige Lösungen gegen den Lehrermangel in Aussicht.

Es war ein Besuch mit einer gewissen Symbolkraft. Zum Auftakt ihrer dreitägigen Besuchsreise durchs Land kam die neue Schulministerin Dorothee Feller (CDU) am Mittwoch, dem ersten Tag nach Ende der Sommerferien, zunächst nach Duisburg. In der Städtischen Gesamtschule Globus am Dellplatz und dem Robert-Bosch-Berufskolleg in Hamborn kam sie mit den Verantwortlichen ins Gespräch und stellte sich im Anschluss den Fragen der wartenden Journalisten.

Entscheidendes Thema war dabei der nach wie vor große Lehrermangel an Duisburger Schulen. Einer Aufgabe, auf die Feller gleich in ihrem Eingangsstatement zum Besuch in der Städtischen Gesamtschule Globus einging. „Ich bin bewusst nach Duisburg gefahren, weil wir in Duisburg eine Herausforderung haben. Weil wir hier eine große Schülerschaft mit Migrationshintergrund haben, weil die Bezirksregierung es auch nicht immer schafft, die Stellen alle zu besetzen“, sagte die NRW-Schulministerin.

Da der Lehrermangel kein reines Duisburger Problem ist, steht dieses Thema auch gleich ganz oben auf der Agenda der CDU-Politikerin. In der „Arbeitsgruppe Unterrichtsversorgung“ sollen Wege aufgezeigt werden, wie auf Dauer mehr qualifiziertes Personal gewonnen werden kann. „Das ist eine Herausforderung, die wir nicht von heute auf morgen lösen können“, sagte Feller. Bis dahin brauche es kurz- und mittelfristige Lösungen. Darunter eben auch jene, Lehrer aus anderen Städten nach Duisburg zu versetzen. „Das Thema Abordnung ist sicherlich eins, das wir mit abwägen werden“, sagte Feller dazu. Das Thema müsse jedoch „sensibel“ bearbeitet und mit allen Beteiligten besprochen werden, ergänzte sie. Wohlwissend, dass derartige Überlegungen in der Vergangenheit immer für viele ablehnende Reaktionen in der Lehrerschaft gesorgt hatten.

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Feller äußerte sich am Rande ihres Besuchs in Duisburg auch erneut zu den Corona-Maßnahmen. Die Ministerin hatte den Schulen vor Ort hier mehr Freiheiten im Umgang mit der Pandemie versprochen. „Ich weiß, es gibt unterschiedliche Reaktionen. Das ist glaube ich etwas, woran ich mich auch im Schulleben gewöhnen muss“, sagte die Ministerin. Die Reaktionen der Schulen seien aber bislang vor allem positiv gewesen.

Ein weiteres Problem, das die neue Schulministerin angehen muss, ist der Umgang mit den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Alleine in Duisburg sollen rund 350 ukrainische Kinder und Jugendliche im neuen Schuljahr am Unterricht teilnehmen. Wie dies gut gelingen kann, sei kein Thema im Gespräch vor Ort gewesen, sagte Feller auf Nachfrage. Sie verwies auf das „Handlungskonzept für das Thema Integration“, das in den Sommerferien noch einmal überarbeitet worden sei. Sie bliebe dazu im Dialog mit den kommunalen Spitzenverbänden und Schulträgern.