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Duisburg: Schöner Weg zum Innenhafen

Duisburg : Schöner Weg zum Innenhafen

Die Sparkasse baut ihr Gebäude am Kuhlenwall komplett um. Nach den Vorstellungen des Masterplans für die Innenstadt entsteht dort ein optisch hochwertiges Gebäude mit Gastronomie im Erdgeschoss.

Das Wort von Lord Norman Foster wiegt in Duisburg stark. Der englische Stararchitekt hat in seinem Masterplan für die Innenstadt bekanntlich unter anderem festgestellt, dass sich die Straße Kuhlenwall hervorragend als Achse von der Königstraße zum Innenhafen eignet, wenn sie viel attraktiver als heute wird.

Die Sparkasse Duisburg griff den Gedanken auf und zeigte gestern, wie sie mit einem neuen, alten Gebäude dazu beitragen will, die Forster-Empfehlung umzusetzen.

An der Ecke Kuhlenwall/Köhnenstraße wird bis März 2011das so genannte Kuhlenwall-Karree gebaut. Sparkassenchef Hans-Werner Tomalak und OB Sauerland enthüllten gestern ein riesiges Banner, auf dem das neue Gebäude abgebildet ist. Von dem heute dort stehenden Verwaltungshaus bleibt allenfalls das Gerippe stehen.

Die heutige Außenfassade (Kommentar von OB Sauerland: "Wäre das Gebäude höher, so hätte man hier von Plattenbau gesprochen.") wird mit hellem Naturstein verkleidet. Zur Seite Kuhlenwall werden Gastronomiebetriebe einziehen, deren Gäste zum Beispiel auf der vorgelagerten Terrasse Platz nehmen können.

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Die heutige Straße wird — ähnlich wie bereits am Stadttheater geschehen — zu einem Platz, über den Autos nur im Schritttempo fahren dürfen. Rund 24 Millionen Euro investiert die Sparkasse in ihrem Verwaltungsgebäude aber auch zum eigenen Nutzen.

Nach dem Konzept des Entwicklungsbüros SGE Stüdemann, Ruhrort, werden künftig in dem Haus 10 600 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen zur Verfügung stehen, 2500 davon wird die Sparkasse vermieten, den Rest selber nutzen.

260 Sparkassen-Mitarbeiter werden hier ab 2011 ihren Arbeitsplatz haben, für viele von ihnen eine bereits bekannte Adresse.Denn bevor das Gebäude in den vergangenen Monaten nach und nach leergezogen wurde, waren dort verschiedene Abteilungen des Geldinstitutes sowie die Kantine untergebracht.

Zu den nun anstehenden Arbeiten gehört nicht nur die optische Aufwertung des Hauses, sondern auch auch eine Optimierung der thermischen Ausstattung. Die Sparkasse erhofft sich eine deutliche Senkung der Heizkosten durch den Einsatz von Fernwärme, durch moderne Regelungstechnik, Wärme- und Kalterückgewinnung.

Sparkassenchef Tomalak lächelte gestern sehr zufrieden, als Oberbürgermeister Sauerland bescheinigte, das neue Haus trage entscheidend dazu bei, ein ganz großes Ziel zu erreichen: "Wir bekommen die schönste Innenstadt der Welt!"

(RP)