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Kanäle in NRW geschlossen: Schleusen-Streik: Kundgebung in Duisburg

Kanäle in NRW geschlossen : Schleusen-Streik: Kundgebung in Duisburg

Mit einer Kundgebung an der Kanalschleuse in Duisburg-Meiderich wollen die streikenden Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes am Donnerstag ihrer Forderung nach einem Tarifvertrag Nachdruck verleihen.

In Nordrhein-Westfalen beteiligen sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 450 Beschäftigte an dem erneuten Ausstand. Die großen Kanäle in NRW können deshalb seit Dienstag nicht befahren werden.

Verdi fordert für die bundesweit rund 12.000 Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung einen Tarifvertrag, der unter anderem betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. "Hier geht es um die Existenz von 3000 Menschen mit ihren Familien. Wir wollen nichts anderes als den Komplettumbau der WSV sozialverträglich abzufedern - und zwar per rechtsverbindlichem Tarifvertrag", sagt Michael Kötzing, Verdi-Fachbereichsleiter Bund/Länder in NRW. Solange Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer diesen Schutz verweigere, gebe es kein Ende der Streikaktionen.

Die Schleusenwärter wollen noch bis Freitagmorgen die Arbeit ruhen lassen. Sie hatten bereits Anfang des Monats eine Woche lang gestreikt. In NRW ist die Güterverkehrs- und Personenschifffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal, Rhein-Herne-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal und Mittellandkanal von den Streiks betroffen.

(lnw)