Duisburg: Sanierung der Gartenstraße mit neuer Priorität

Duisburg : Sanierung der Gartenstraße mit neuer Priorität

Der marode Asphaltbelag auf der Straße vom OSC-Clubheim bis zur Krefelder Straße gleicht seit vielen Jahren einem Flickenteppich. Anwohnern, Auto- und Fahrradfahrern ist dieser Zustand ein Dorn im Auge. Auch den Rheinhauser Bezirksvertretern. Bei ihrer jüngsten Sitzung haben sie die Gartenstraße auf Platz 4 der Liste der Straßen im Bezirk gesetzt, die am dringendsten Um- und ausgebaut werden müssen. Das bedeutet: Die viel genutzte Straße könnte ab 2018 endlich saniert werden.

Denn die Erfahrung zeigt: Aus finanziellen Gründen können pro Jahr sowieso nur die ersten fünf der insgesamt 33 aufgeführten Maßnahmen auf der Rangliste eines Bezirks abgearbeitet werden. Soll heißen: Nur die Straßen von ganz oben auf der Liste werden jedes Jahr saniert, um- und ausgebaut. Die Stadtverwaltung führt diese Liste der Prioritäten, die sieben Duisburger Bezirksvertretungen (BV) können sie aber ändern, Straßen vorziehen, andere zurückstufen. So zog die BV Rheinhausen jetzt die Gartenstraße auf der Liste von Platz 16 auf Platz 4.

"Wir sehen die Gartenstraße nicht mehr als reine Anliegerstraße", so Marcus Mellenthin, Sprecher der SPD-Bezirksfraktion. Diese sei längst eine Durchgangsstraße. Gleichwohl seien Anliegerbeiträge vorgesehen, wenn die Gartenstraße endlich saniert wird.

Auf Platz eins der Liste für die Um- Ausbauten der Straßen steht die "Herstellung Barrierefreiheit im öffentlichen Raum Rheinhausens". Übersetzt heißt das, mehrere Bordsteinkanten im Bezirk werden abgesenkt. Auf Platz zwei und drei stehen der Umbau des Harwegs in Rumeln, von der Straße Am Lepelsbusch bis zum Knick am Bahnhof. Gleichzeitig soll dort der Gehweg erneuert und Parkplätze geschaffen werden - insgesamt 20 statt bisher 15 Stellplätze. Dafür wird der lange geplante Park- and Ride-Parkplatz am Bahnhof Rumeln aufgegeben. Nach der Gartenstraße auf Platz vier folgt auf Platz fünf ein Pflasterweg auf der Ringstraße in Rumeln, von Hausnummer 62 bis 68. In diesen Fällen, außer für die Gartenstraße, werden keine Anliegerbeiträge erhoben. Ferdi Seidelt und Hans Partenheimer von der CDU -Fraktion hatten in der Diskussion dafür plädiert, die Ringstraße auf Platz vier zu setzen Es kam anders, die Mehrheit lehnte ihren Wunsch ab.

Für jeden Duisburger Stadtbezirk führt die Verwaltung eine zweite Liste, auf der die Straßen aufgeführt sind, die als nächste erschlossen werden sollen. Dafür gelten die selben Kriterien und Modalitäten, zum Beispiel kann die jeweilige Bezirksvertretung jedes Jahr auch hier die Prioritäten verändern, Straßen hoch - oder herunterstufen.

Diese Straßen sollen im Bezirk Rheinhausen möglichst 2018 erschlossen werden: Auf Platz eins ein Gehweg auf der Essenberger Straße/Dr. Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße in Asterlagen, auf Platz zwei der Restausbau der Wachtelstraße in Asterlagen, auf Platz drei eine neue Fahrbahn für die Güterstraße von Oberfeld bis Haus Nummer 9, Auf Platz vier eine Mischverkehrsfläche Auf dem Pickert in Oestrum, von der Neustraße bis zum Wendeplatz und auf Platz fünf eine neue Fahrbahn für die Seestraße in Bergheim von der Beekstraße bis zum Stichweg. Für die Maßnahmen auf Platz zwei und Platz fünf fallen Erschließungsbeiträge an.

(RP)
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