Duisburg: Sandreinigungsmaschine für Rumeln

Duisburg : Sandreinigungsmaschine für Rumeln

700.000 Euro gibt der Stadtbetrieb Duisburg-Sport den Sportvereinen für notwendige Investitionen. In Rheinhausen und Homberg werden so im laufenden Jahr 92.000 Euro für Baumaßnahmen und Co. genutzt

Braucht der Rumelner Turnverein (RTV) für seine Volleyballabteilung eine von der Stadt (Duisburg-Sport) mitfinanzierte Sandreinigungsmaschine für den Beachvolleyball-Court? Wie schaut es aus mit neuen Bodenbelägen für den Reitverein Ziethen oder mit der Sanierung der Fassade vom Clubhaus der Wassersportgemeinschaft Rumeln-Kaldenhausen (WRK)? Die drei genannten Vereine und stadtweit noch viele mehr haben wie jedes Jahr bei Duisburg-Sport Investitionszuschüsse beantragt. Die Entscheidungen darüber sind in den jüngsten Sitzungen der zuständigen Bezirksvertretungen gefallen.

Das Procedere: Insgesamt 700.000 Euro gewährt Duisburg-Sport im laufenden Jahr als sogenannten Investitionskostenzuschuss (Verteilung auf die jeweiligen Bezirke: siehe Info-Kasten unten). Den Betrag dürfen die Vereine einsetzen für die Sanierung von Sportanlagen, Neubaumaßnahmen oder auch das Anschaffen von Pflegegeräten, Sportgeräten oder Einrichtungs- und Ausstattungsgegenständen. Durch Bearbeitungszeiten und politische Entscheidungen in den Bezirksvertretungen sind Anträge dafür spätestens zum 1. April des Vorjahres zu stellen. So haben sich die Volleyballer des RTV sogar bereits im November 2016 mit ihrem Antrag auf Förderung gemeldet.

Der ist inzwischen genehmigt, die Stadt beteiligt sich mit 4750 Euro an der 9520 Euro teuren Sandreinigungsmaschine. Die war förderwürdig, da eine regelmäßige professionelle Sandreinigung den Verein sehr viel teurer käme als die Anschaffung der Maschine, die dann Ehrenamtler bedienen.

Die Vereine müssen übrigens mindestens 50 Prozent der Kosten selbst tragen. Das liegt am öffentlichen Vergaberecht, das greifen würde, sobald mehr als 50 Prozent der Kosten übernommen würden. Und die Einhaltung dieses öffentlichen Vergaberechts könnten die Vereine laut Aussage der Stadtverwaltung kaum sicher stellen.

Da sich diesmal keine Rheinhauser Vereine um Zuschüsse beworben haben, werden die insgesamt 19.550 Euro ausschließlich auf Rumelner Vereine verteilt. Der Reit- und Fahrverein Ziethen bekommt für den Austausch der Bodenbeläge in den Reithallen 6350 Euro Zuschuss, insgesamt kostet die Maßnahme 24.799,60 Euro. Für die Beschaffung eines Dressurvierecks sowie Dressurkegeln aus Kunststoff - Kosten: 2781,98 Euro - gibt Duisburg-Sport 650 Euro dazu.

Die 9100 Euro teure Sanierung der WRK-Clubhaus-Fassade bezuschusst die Stadt mit 3400 Euro. Für den Bau einer Überdachung (4500 Euro) gibt sie 1650 Euro. Außerdem bekommt der RTV einen Zuschuss für die Optimierung der Ölheizkesselanlage (2750 von insgesamt 5574,44 Euro).

Mit 19.550 Euro fällt die Summe für den Bezirk Rheinhausen diesmal eher schmal aus, andere Bezirke haben teils deutlich mehr aufgerufen. Dass hier so wenig zur Genehmigung anstand, liegt auch daran, dass der mehr als 208.000 Euro teure Umbau von Sportflächen des RTV am Albert-Einstein-Gymnasium zurückgestellt worden war.

50 Prozent des Betrages, der für die Umwandlung der Kleinspielfelder auf Kunstrasenbelag vorgesehen war, sollen von Duisburg-Sport kommen. Der Förderantrag des Rumelner TV wurde laut Aussage der Stadt zurückgestellt, "da er wegen der in 2015 bereits erfolgten Förderung des ersten Kunstrasenplatzes nur nachrangig zu berücksichtigen ist. Darüber hinaus ist der vorgelegte Antrag noch unvollständig und damit nicht entscheidungsreif". Im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl stehen lediglich drei Anträge auf der Liste, die aber insgesamt ein Volumen von nahezu 495.000 Euro haben. Für den Umbau eines Tennenspielfeldes zu einem Kunstrasenplatz beantragte der VfB Homberg bereits im März 2016 gut 200.000 Euro. Es handelt sich um eine Fortsetzungsmaßnahme, Duisburg-Sport zahlt im laufenden Jahr 70.000 Euro.

Weitere 2450 Euro gibt die Stadt zum 6540,21 Euro teuren Bau einer Bootsunterstellhalle des Ruderclubs Germania dazu. Die Umwandlung eines Ascheplatzes in einen Naturrasenplatz beim Homberger Turnverein (HTV) wurde dagegen zurückgestellt.

(RP)
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