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Duisburg: Säuglingssterblichkeit in Duisburg gesunken

Duisburg : Säuglingssterblichkeit in Duisburg gesunken

Die medizinische Versorgung hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten deutlich verbessert. Dies zeigt sich nicht zuletzt an der Säuglingssterblichkeit.

Starben laut Statistischem Landesamt NRW im Jahr 1976 in Duisburg noch 148 Kinder vor dem ersten Lebensjahr, so hat sich das Bild innerhalb von 35 Jahren deutlich geändert: "Die bessere Schwangerschaftsbetreuung hat mit dazu beigetragen, dass die Säuglingssterblichkeit kontinuierlich gesunken ist. 2011 sind in Duisburg nur noch 31 Kinder gestorben, 79 Prozent weniger als 1976", so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. "Dies entspricht 7,6 Todesfällen auf Tausend Geburten gegenüber 26,8 im Jahr 1976".

Weniger positiv: Duisburg lag 2011 mit 7,6 Todesfällen auf 1000 Geburten deutlich über dem Durchschnitt von 4,2 in NRW. Rund die Hälfte der Säuglinge verstarben in den ersten sechs Lebenstagen, häufigste Todesursachen waren dabei Frühgeburten, Sauerstoffmangel und angeborene Fehlbildungen. Ein zu geringes Geburtsgewicht und eine zu frühe Geburt können beispielsweise durch Zigaretten- und Alkoholkonsum in der Schwangerschaft sowie durch späteres Wahrnehmen der kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen begünstigt werden. "Leider haben Studien ergeben, dass gerade Schwangere aus unteren sozialen Schichten die Vorsorgemöglichkeiten für Mutter und Kind seltener nutzen, obwohl bei ihnen statistisch mehr Risikoschwangerschaften auftreten. Hier muss künftig noch mehr Aufklärungsarbeit von allen Seiten geleistet werden", so Michael Lobscheid.

(RP)