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S-Bahn-Haltepunkt in Duisburg-Rahm wird nach Westen verschoben

Barrierefreier Ausbau : S-Bahn-Haltepunkt Rahm wird nach Westen verschoben

Der S-Bahnhof in Rahm wird umgestaltet. Hintergrund sind Vorbereitungsarbeiten für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), der irgendwann im 15-Minuten-Takt zwischen Dortmund und Köln verkehren wird.

Der Haltepunkt in Rahm wird, genauso wie überall auf der Strecke, von vier auf sechs Gleise ausgebaut und muss nach Westen verschoben werden. So wird er in neuer Lage, nämlich Richtung Rahm-West, komplett neu errichtet. Geplant ist außerdem, dass dieser Haltepunkt barrierefrei ausgebaut wird. Er soll über einen Aufzug aus der Unterführung erreichbar sein. Und es gibt noch ein Bonbon hinzu: Von der sogenannten Personenunterführung Winkelhauserweg soll es zu beiden Seiten barrierefreie Rampen geben, damit nicht nur der Bahnsteig barrierefrei erreichbar ist, sondern auch noch eine stufenlose Verbindung nach Rahm-West entstehen soll. So ist der Neubau des S-Bahn-Haltepunktes eingebunden in den insgesamt sechsgleisigen Ausbau zwischen Duisburg-Rahm und dem S-Bahn Haltepunkt Duisburg-Schlenk. Das Planfeststellungsverfahren läuft derzeit. Und es gibt auch erbitterte Gegner, wie etwa die Initiative Angermund, die im äußersten Düsseldorfer Norden – nur einen Haltepunkt ein paar hundert Meter weiter – darauf drängt, anstelle von sechs Meter hohen Lärmschutzwänden eine Einhausung zu bekommen. Die Angermunder wollen schlichtweg, dass der RRX auf dem Weg durch Angermund in einem Tunnel verschwindet. Die Rahmer sind da deutlich entspannter, was den kommenden RRX angeht. Kocht die Stimmung bei Informationsveranstaltungen der Bahn in Angermund schnell einmal hoch, sind die Rahmer in dieser Hinsicht gelassener. Bis jetzt jedenfalls. Was sagt der Bürgerverein Großenbaum-Rahm dazu? Norbert Broda, stellvertretender Vorsitzender, betont, dass der Kontakt zwischen dem Bürgerverein und Michael Kolle, dem Technischen Projektleiter des RRX bei der Deutschen Bahn Netze, immer gut war. Außerdem begrüßt der Bürgerverein den behindertengerechten Zugang zur Unterführung und den Aufzug zu den Gleisen.

Die Zeitspanne von fünf bis zehn Jahren sei nicht glücklich, betont Broda. Dabei bestätigte die Bahnsprecherin auf Anfrage, dass derzeit nicht gesagt werden könne, wann mit dem Bau begonnen werden kann. Dass der Zustand des S-Bahn-Haltepunktes derzeit schlecht ist, sieht Broda ein. Eine neue Überdachung mit ordentlicher Sitzgelegenheit müsse her, und auch das Informationssystem solle dringend verbessert werden. „Der Zustand ist zur Zeit sehr schlecht, wobei die Schmierereien alles toppen“, fügt er hinzu. Die Schäden am Dach seien bekannt und befänden sich derzeit in Prüfung, so eine Sprecherin der Bahn. „Das äußere Erscheinungsbild unserer Bahnhöfe ist der Deutschen Bahn sehr wichtig. Daher werden alle unsere Bahnhöfe regelmäßig gereinigt. So auch die Station Duisburg-Rahm einmal wöchentlich.“ Der Kampf gegen Graffiti sei ein Kampf gegen Windmühlen. „Um das Erfolgserlebnis der Sprayer zu schmälern, hat die Deutsche Bahn im Rahmen einer Graffiti-Offensive die Schäden innerhalb von 24 Stunden bis fünf Arbeitstagen beseitigt“, betont die Bahnsprecherin.

(gs)