1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Runder Tisch "Hundewiese" ohne Ergebnis

Duisburg : Runder Tisch "Hundewiese" ohne Ergebnis

Ein zweiter Termin mit allen Beteiligten direkt vor Ort soll mehr Klarheit über mögliche Alternativen bringen.

Im Streit um die Hundewiese am Westufer der Tegge gibt es noch immer keine Lösung. Im Rheinhauser Bezirksamt trafen sich gestern Nachmittag Vertreter aus Verwaltung, Politik, des Ordnungsamts, der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, der Hundefreunde, des Angelsportvereins "Gut Biss" und Michael König von der Wasserski- und Wakeboardanlage. "Die Meinungen sind hart aufeinandergeprallt. Wir sind nicht zu einer Einigung gekommen", sagte Manfred Bruckschen von den Hundefreunden gestern nach dem Gespräch. In zwei bis drei Wochen wolle man sich nun zu einem zweiten Gespräch direkt auf der Hundewiese treffen.

Wie mehrfach berichtet, kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Hundefreunden auf der einen und Michael König, dem Betreiber der Wasserski- und Wakeboardanlage an der Tegge, auf der anderen Seite. Er hatte sich wiederholt beschwert, dass Hunde bei laufendem Betrieb der Seilbahn ins Wasser springen und die Nutzer seiner Anlage verängstigen. Die Hundebesitzer ihrerseits hatten sich über Königs Auftreten ihnen gegenüber und über Anfeindungen beklagt. Die Verwaltung hatte schließlich das "Experiment" Hundewiese an dieser Stelle für beendet erklärt und die Schilder, die den Bereich als Freilauffläche für Hunde ausweisen, wieder abmontieren lassen – was bei den Hundefreunden große Empörung hervorrief.

  • 2019 wurde der erste Riese gesprengt
    Weiße Riesen in Duisburg : Das Ende der einst so glamourösen Hochhaussiedlung
  • „Quo vadis, SPD?“ Der Rückhalt an
    Vor dem Unterbezirks-Parteitag in Duisburg : An der roten Basis rumort es
  • Sarah Philipp möchte den SPD-Unterbezirk Duisburg
    Streit um Doppelspitze : Warum der Duisburger SPD am Samstag ein ungemütlicher Parteitag droht

Mehrere Lösungsmöglichkeiten wurden bei dem gestrigen Gespräch, das rund zweieinhalb Stunden dauerte, in den Ring geworfen. Es wurde vorgeschlagen, ob man die Hundewiese nicht in südliche Richtung "verrücken" kann – weg von der Wasserski- und Wakeboardanlage. "Es soll geprüft werden, ob das überhaupt möglich ist", sagte Bruckschen. Auch kam der Vorschlag, ein Gelände auf der anderen Seite Richtung Tennishalle zu nutzen. "Das wollen wir uns beim nächsten Treffen alles vor Ort ansehen", so Bruckschen, der sagte, dass "hart diskutiert" worden sei, aber dass es auch viele gute Ansatzpunkte gegeben habe.

(RP)