1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Rosenmontagszug Düsseldorf: Karnevalisten aus Duisburg kritisieren Verlegung

Nach Entscheidung in Düsseldorf : Duisburger Karnevalisten kritisieren Zug-Verlegung als „Marketing-Gag“

Dass die Düsseldorfer am Mittwoch ihren Rosenmontagszug in den Mai verlegt haben, ändert am Zeitplan der Duisburger Karnevalisten erst einmal nichts. Dort ist man unzufrieden mit den Kollegen aus der Nachbarstadt.

Rund drei Monate vor dem Höhepunkt des Straßenkarnevals hat das Comitee Düsseldorfer Carneval am Mittwoch seinen Rosenmontagszug auf den 8. Mai verschoben. Eine Entscheidung, die in Duisburg nicht wirklich gut ankam. „Ich bin baff über die Schnelligkeit, mit der Düsseldorf da vorgeprescht ist“, sagt Michael Jansen, Präsident des Hauptausschusses Duisburger Karneval (HDK) über die Verlegung in der Nachbarstadt. Er hätte sich im Vorfeld eine bessere Kommunikation gewünscht. „Für mich klingt die Verlegung wie ein Marketing-Gag.“ Jansen spielt damit auch auf den 2016 wegen eines Sturms verlegten Zug an, der den Düsseldorfern beim Nachholtermin zahlreiche Zuschauer einbrachte.

Für den Duisburger Karneval ändert sich dadurch zunächst einmal nichts am Zeitplan. Anfang Januar wollen sich alle Beteiligten zusammensetzen und gemeinsam entscheiden. „Wir bleiben bei unserem Marshall-Plan“, sagt Jansen. Das betreffe sowohl den Duisburger Rosenmontagszug als auch den Kinderkarnevalszug in Hamborn. Zum Nelkensamstagszug nach Moers sei der HDK außerdem im Austausch mit den dortigen Karnevalisten. „So lange noch 80.000 ins Stadion dürfen und ein paar Tausend zu Helene Fischer und Oberhausen Olé, warum sollten wir dann absagen? Machen wir nicht“, sagt Jansen.

  • Die Düsseldorfer Jecken hoffen, dass die
    Karneval in der Corona-Pandemie : Düsseldorfer Rosenmontagszug auf Mai verschoben
  • Rosenmontagszug : 30.000 Duisburger Narren feiern im Regen
  • Jobsi Driessen (l.), hier beim Prinzenball
    Jobsi Driessen kritisiert CC-Chefs : Knatsch im Düsseldorfer Karneval wegen Verlegung des Rosenmontagszugs

Eins sei ihm aber schon jetzt bewusst. Wenn es in Duisburg im kommenden Frühjahr Karnevalszüge geben wird, dann wohl nur unter 2G+-Bedingungen. Doch das sei für ihn erst einmal Zukunftsmusik. „Ich freue mich jetzt auf Weihnachten“, sagt Jansen. Auch die Stadt, mit der der HDK in regelmäßigem Austausch steht, wollte sich am Mittwoch noch nicht zu einer möglichen Straßenkarneval-Absage äußern. „Der Krisenstab ist sich der Problematik bewusst“, teilte ein Sprecher lediglich mit.