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Hells Angels und Satudarah in Duisburg: Rocker: Massenschlägerei in Rheinhausen

Hells Angels und Satudarah in Duisburg : Rocker: Massenschlägerei in Rheinhausen

Zuletzt war es in Rheinhausen auf der Friedrich-Ebert-Straße verhältnismäßig ruhig geworden um die verfeindeten Rockerbanden Satudarah und Hells Angels.

Mit der Ruhe scheint es inzwischen aber auch schon wieder vorbei zu sein: Am Mittwochabend gab es gegen 21 Uhr eine Massenschlägerei zwischen den Hells Angels und den Satudarah, die den Bandidos nahestehen. Die Polizei, die anlässlich einer Feier der Satudarah ohnehin vor Ort war, trennte die beiden Banden jedoch, bevor Schlimmeres passieren konnte und es ernsthafte Verletzungen gab.

Laut Polizeisprecher Stefan Hausch befanden sich Satudarah-Mitglieder bei einer Feier in ihrem Clubhaus an der Friedrich-Ebert-Straße, während sich in zivil gekleidete Mitglieder der Hells Angels in einer Spielhalle, ebenfalls an der Friedrich-Ebert-Straße, aufhielten. Sowohl in als auch vor der Spielhalle gingen die Rocker mit Reizgas, Baseballschlägern, Messern und auch Schneeschiebern aufeinander los.

Die Polizei trennte die Gruppen, alle Beteiligten blieben unverletzt. Die Beamten stoppten nach kurzer Verfolgung auch ein Auto, mit dem einige der Schläger geflüchtet waren. Dabei stellten die Beamten mit Reizgasspray, einem Messer und einem zum Schlagwerkzeug umfunktionierten Wagenheber noch weitere Waffen sicher.

Die Polizei nahm überdies drei der beteiligten Schläger fest. Ein 25-jähriger Duisburger konnte die Vollstreckung eines Haftbefehls gegen die Zahlung einer Geldstrafe allerdings noch abwenden. Alle drei Festgenommenen sind inzwischen aber bereits wieder auf freiem Fuß. Die Rocker müssen sich nun wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten, wie die Polizei mitteilte.

Das Internetportal "Spiegel-Online" vermutet, dass die Schläger den Krefelder Hells Angels angehören, die im November unter der Leitung des Deutsch-Iraners Ramin Y. (24) von den Bandidos zu der verfeindeten Bande übergewechselt waren. Polizeisprecher Stefan Hausch wollte dies auf Anfrage jedoch nicht bestätigen.

Laut "Spiegel-Online" war es zudem bereits am Dienstag zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Rockerbanden an der Friedrich-Ebert-Straße gekommen. Dabei sei auch eine scharfe Pistole beschlagnahmt worden. Auch dies bestätigte Hausch jedoch nicht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bandidos wechseln zu Hells Angels in Krefeld

(MaK)