Roboter-Olympiade am Duisburger Mannesmann-Gymnasium

Roboter-Olympiade am Mannesmann : Tüftler lösen Aufgaben mit Bravour

Bei der Roboter-Olympiade im Mannesmann-Gymnasium ging es um Smart Cities. Die Schüler konstruierten Lego-Roboter. Diese sollen Waren zu den Menschen bringen.

Nicht nur die Köpfe der jungen Tüftler rauchten im Mannesmann-Gymnasium. Anlässlich der regionalen „World Robot Olympiad“-Ausscheidung hatte auch das Organisations-Team um Jan Stratmann jede Menge zu tun, um die Übersicht über die Wettbewerbe zu behalten und helfend einzugreifen. „Hier treten rund 90 Jugendliche an, insgesamt stellen 30 Teams in verschiedenen Altersklassen ihre Lösungen vor“, erläuterte der Informatik-Lehrer des Mannesmann-Gymnasiums.

Dabei war ein Lego-Roboter zu konstruieren, der auf einem festgelegten Parcours bestimmte Aufgaben zu erledigen hatte. Der Schwierigkeitsgrad war von der jeweiligen Altersklasse abhängig. Die Roboter basieren aus Bauteilen der Lego Mindstorms-Serie, deren Kern ein programmierbarer Lego-Baustein ist. Die zu lösenden Aufgaben werden weltweit ausgeschrieben, die Sieger des Deutschland-Finales dürfen an der Welt-Roboter-Olympiade teilnehmen, die in diesem Jahr in Ungarn stattfindet.

Vom Laptop aus steuern Sofia, Nele und Jingyi (v.l.) den Roboter. Foto: Foto: Strauch

Seit Anfang des Jahres versuchten die Teams technische Lösungen für die kniffligen Aufgaben zu finden. Nun wurden diese der Jury demonstriert. Dazu musste die Roboter-Konstruktion allerdings vor dem Start auseinandergebaut und anschließend wieder zusammengesetzt werden. Damit war ausgeschlossen, dass man eine „Fremdkonstruktion“ in den Wettbewerb einschleusen konnte. Auf die Teilnehmer wartete zudem noch eine weitere Hürde. Vor Ort war noch eine zusätzliche Überraschungsaufgabe technisch umzusetzen, die dazu führte, dass die bereits erarbeitete Lösung kurzfristig modifiziert werden musste.

Unter den Teilnehmern befanden sich die Duisburger Teams des Max-Planck-Gymnasiums, Albert-Einstein-Gymnasiums und des ausrichtenden Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasiums. Gefragt waren Lösungen zum weltweit vorgegebenen Thema „Smart Cities“. Es ging darum, im Kleinen abzubilden, wie Waren und Personen mit digital gesteuerten Fahrzeugen fortbewegt werden können. Dass sich auch die ganz jungen Konstrukteurs-Talente bereits mit ihren „Erfindungen“ sehen lassen können, bewiesen die Leichlinger Grundschüler Tarja, Liam und Nils. Die drei haben sich, unterstützt von Nils’ Vater, privat mit dem Thema auseinandergesetzt. Und was sie präsentierten, überzeugte die Schiedsrichter total. Ihr programmiertes Fahrzeug brachte perfekt die farblich verschiedenen Personen in die vorgegebenen Felder des kleinen Straßenplans.

Dabei waren die Lego-Figuren an ihrem Ausgangspunkt zu identifizieren, einzusammeln und je nach Grundfarbe zur Schule, zum Zoo, ins Kino oder auch in die Schule zu bringen. „Klar hatten wir am Anfang einige Fehler im Programm, die haben wir aber nach und nach abgestellt“, erklärte der neunjährige Nils. Der Lohn für die Mühen war die Goldmedaille in ihrer Altersklasse. „Das hat Super-Spaß gemacht, wir sind richtig stolz“, waren sich die drei pfiffigen Entwickler einig. Wenn man in die Gesichter ihrer Eltern schaute, waren die es fast noch mehr.

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