Duisburg: Rituale und Sachen: Was vom Verein übrig bleibt

Duisburg: Rituale und Sachen: Was vom Verein übrig bleibt

Ein Ritual ihres Vereinslebens wollen die Bergheimer im Emil-Bosbach-Haus nahtlos weiterführen: Ihr wöchentliches Kaffeetrinken am Mittwochnachmittag. Doris Karlinger hat für die neuen Räume schon einen Plan aufgestellt, der die alte Sitzordnung widerspiegelt.

Im Bergheimer Treff gab es Aktionen wie Bingo-Abende, und alle Feste wurden gefeiert, wie sie fielen, sei es Ostern, Oktoberfest oder Weihnachten. Ein sehr ähnliches Programm bietet das Emil-Bosbach-Haus aber ebenfalls. Daran wollen die einst selbstständig Aktiven jetzt fürs Erste einfach teilhaben und sich "erst einmal ein bisschen anpassen", so Doris Karlinger: Die letzte Zeit war anstrengend genug.

Einiges ihres alten Interieurs nehmen die Treff-Mitglieder mit in ihr neues Zuhause, von der Theke bis zum künstlichen Weihnachtsbaum. Was nicht mitkommt, soll unters Volk gebracht werden. Übermorgen, am Karfreitag, veranstaltet der Verein einen Trödelverkauf ab 9.30 Uhr morgens in den ehemaligen Vereinsräumen an der Mevissenstraße 12. Das wird ein harter Tag für die Vereinsmitglieder: "Jedes Teil, das man anbietet, tut weh", sagt Doris Karlinger.

Die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Bergheimer Treffs im kommenden Jahr fällt natürlich aus – Bierwagen und Grillstand sind wieder abbestellt. Aber es gibt noch eine gemeinsame eine Abschlussfahrt nach Xanten im Oktober.

(RP)