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RhineCleanUp - Großes Reinemachen am Rhein in Duisburg

„RhineCleanUp“ : Großes Reinemachen am Rhein

Der Rhein soll sauberer werden. Am 15. September findet in mindestens 30 Städten von der Rheinquelle bis zur Mündung in den Niederlanden der Aktionstag „RhineCleanUp“ statt. Auch Duisburg beteiligt sich an dem großen Reinemachen.

Rund eine Million Kilogramm Müll werden jedes Jahr mit dem Rhein in die Nordsee gespült. Die Düsseldorfer Initiative „RhineCleanUp“ hat dieser Umweltverschmutzung den Kampf angesagt. Sie hat deshalb einen gleichnamigen Aktionstag ins Leben gerufen. Am 15. September werden sich Freiwillige in mindestens 30 Städten entlang des Stroms am Rheinufer treffen, um Plastikmüll und anderen Unrat zu beseitigen. Auch Duisburg ist mit an Bord. Vor Ort wird das Event vom Verein „Offensive für ein sauberes Duisburg“ betreut.

Die Düsseldorfer Initiative wurde von ehrenamtlichen Kommunikationsexperten ins Leben gerufen, die zum Stammteam des sogenannten „Dreck weg!“-Tages gehören, bei dem sich Bürger seit 20 Jahren um die Sauberkeit im öffentlichen Raum kümmern. „Wir haben in der Vergangenenheit viel miteinander gesprochen“, sagt Joachim Umbach von der Initiative. „Die Wirkung unserer Säuberungsaktionen war aber immer punktuell und nicht nachhaltig. Da dachten wir uns, das kann es nicht sein. Da muss mehr kommen.“ Aus diesen Überlegungen sei die europaweite Initiative „RhineCleanUp“ entstanden. „Wir wollten uns größer aufstellen, um tatsächlich etwas bewegen zu können.“

Den Organisatoren ist klar, dass es mit der Saubermach-Aktion alleine nicht getan ist. „Durch den Aktionstag alleine wird sich sicherlich nichts verändern“, sagt Umbach. „Aber wir sind zuversichtlich, so zumindest ein deutliches Zeichen setzen zu können.“ Ziel sei es, das Umweltbewusstsein bei den Menschen wieder etwas in den Fokus zu rücken.“

Dass die Initiative mit ihrem Voreinen Nerv getroffen hat, wurde nach der ersten Bekanntmachung der Aktion vor etwa zwei Wochen relativ schnell deutlich. „Wir wollten eigentlich klein anfangen“, sagt Umbach. „Wir haben gesagt: Wenn wir zehn Städte finden würden, die mitmachen, dann wäre das toll. Doch mittlerweile haben sich schon 30 Städte bei uns gemeldet, die sich beteiligen wollen. Und es werden täglich mehr.“ Neben den Rheinmetropolen Köln, Duisburg und Düsseldorf sind zum Beispiel auch Städte wie Basel, Konstanz, Wiesbaden Mainz und Rotterdam auf den Zug aufgesprungen.

Auch die „Offensive für ein sauberes Duisburg“ war sofort begeistert. „Als ich vor zwei Wochen von der Aktion erfahren habe, war mir sofort klar, dass wir uns beteiligen müssen“, sagt Bürgermeister Manfred Osenger, der auch erster Vorsitzender des Vereins ist. „Man muss ja nur einmal an der Urlaub denken. Was da im Mittelmeer so an Müll durch die Hafenbecken schwimmt, ist ja unerträglich.“

Der Verein hat sich umgehend an die Wirtschaftsbetriebe gewandt und eine zentrale Veranstaltung für Duisburg auf die Beine gestellt. Am Samstag, 15. September, wird es um 10 Uhr einen Treffpunkt für alle Helfer am Ende der Lilienthalstraße am Rheindeich geben. Bis 13 Uhr gehen die Helfer dann das Ufer ab. Die Wirtschaftsbetriebe haben zugesagt, einen Müllcontainer am Kunstwerk Rheinorange aufzustellen. „Ich rechne damit, dass da einiges an Müll zusammenkommt“, sagt Osenger. Die Resonanz, die die Duisburger Helfer auf ihren ersten Aufruf in den sozialen Netzwerken bekommen haben, ist laut Osenger bereits überwältigend gewesen. „Es haben sich schon unzählige Privatpersonen bei uns gemeldet, aber auch Institutionen wie Bürgervereine und auch Unternehmen.“ So sei zum Beispiel auch die Hövelmann-Gruppe mit dabei, die sich bereits einen Tag vor dem offiziellen Termin mit ihren Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe ihres Firmenstandorts an der Rheinaue daran macht, das Rheinufer auf Vordermann zu bringen. Wer bei der großen Putzaktion mitmachen will, kann am Aktionstag einfach zum Treffpunkt kommen. Utensilien wie Müllsäcke oder Greifzangen werden vom Verein gestellt. Aber auch wer es nicht zum Treffpunkt schafft, kann helfen. „Wir haben in Duisburg unzählige Rheinkilometer“, sagt Osenger. „Jedes Plastikteil, dass vom Rheinufer entfernt wird, macht unsere Umwelt ein bisschen sauberer.


Informationen zu der Aktion gibt es bei Manfred Osenger (E-Mail: m.osenger@stadt-duisburg.de) oder be der Geschäftsführerin der Offensive Ingrid Wandelenus (E-Mail: wandelenus@sauberes-duisburg.de“.