RheinOrt - Duisburg baut ein neues Stadtquartier für 4500 Menschen

Neues Städtebauprojekt : „RheinOrt“: Stadtquartier statt Industrie

Das 60 Hektar große Areal im Südwesten der Duisburger City, direkt am rechten Hochufer des Rheins in Hochfeld, wird zum „RheinOrt“. Hier soll ein Stadtquartier für 4500 Menschen entstehen.

Etwa 27 Hektar des Gesamtareals, auf dem heute noch alte Industrieanlagen stehen, sind als Baufläche für das gemischt genutzte Stadtquartier vorgesehen. 27 Hektar entsprichen immerhin der Größe von 38 Fußballfeldern. „Das schafft Raum zum Arbeiten und Leben für rund 4500 Menschen und bietet beachtliches Potenzial auch für die Ansiedlung von Unternehmen“, erklärte Wirtschaftsdezernent Andree Haack am Dienstag auf der Messe Expo Real in München, wo das Projekt präsentiert wurde. „Die notwendige Infrastruktur, eine Grundschule, eigene Kindertagesstätten sowie weitere Quartiersplätze werden integriert“, ergänzte Planungdezernent Martin Linne. Zudem werde der RheinPark bekanntlich einer der drei geplanten Zukunftsgärten für die Internationale Gartenschau IGA 2027 und somit zentraler Bestandteil der Gartenbauausstellung.

„Mit der schrittweisen Verlagerung der Schwerindustrie vom Rheinufer weg, haben die Stadt Duisburg und die Wirtschaft die Chance ergriffen, ein seit mehr als 150 Jahren genutztes Industriegelände zu einem hochwertigen Standort für zukunftsorientierte Nutzungen zu entwickeln“, sagte Oberbürgermeister Sören Link.

ArcelorMittal habe bereits vor einem Jahr auf der Expo Real begonnen, einen Kooperationspartner und Investor für die weitere Entwicklung des Grundstücks RheinOrt zu suchen“, erklärte Sonia Chivite, Geschäftsführerin der ArcelorMittal Grundstücksentwicklungsgesellschaft. Mit der Ferraro Group, einem auf Industriedemontage und Projektentwicklung spezialisierten Unternehmen aus Neunkirchen im Saarland habe man nun einen vertrauensvollen Partner gefunden. „Gemeinsam mit ArcelorMittal und der Stadt Duisburg werden wir das bereits erarbeitete Bebauungsplankonzept weiter vorantreiben und die neue Nutzung des Standortes als Stadtquartier umsetzen“, sagte Harald Full von der Geschäftsleitung von Ferraro.

Direkt am Rheinpark in Hochfeld: Eine Animation des neuen Stadtviertels. Grafik: Niemann + Steege. Foto: Stadt Duisburg/Niemann + Steege

„Das Gesamtprojekt zählt zu bedeutendsten Entwicklungsmaßnahmen der kommenden Jahre für Duisburg und die Region. Wo einst ein ehemaliges Drahtwalzwerk war, entsteht ein modernes Stadtquartier mit zeitgemäßen Arbeitsplätzen für Fachkräfte. Und genau das wird weiteren Rückenwind für Duisburg entfachen“, so GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Planungsrecht wird für das Jahr 2021 angestrebt. Ziel aller Kooperationspartner sei es, den Stadtteil Hochfeld zu beleben und durch die Entwicklung des Rheinufers einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung Duisburgs beizutragen. „Durch die Konversion der Industriefläche wird den Menschen ein Stück Lebensraum zurückgegeben. In vielen unserer Quartiersentwicklungen hat sich gezeigt, dass das Wohnen am Wasser eine hohe Anziehungskraft ausübt“, sagte Mustafa Kösebay, Geschäftsführer vom beteiligten Planungsbüro Drees & Sommer.

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