Rheinhausen: Neues Quartier an der Uhlandstraße

Bauverein investiert in Rheinhausen : 16,5 Millionen Euro für neues Quartier mit 48 Wohnungen

Der Bauverein investiert an der Uhlandstraße im Alpha-Carré eine Menge Geld in vier neue Gebäude mit 48 Wohnungen. Dazu zählt auch ein neues Verwaltungshaus.

Der neue Wohnraum an der Uhlandstraße ist begehrt. Die Bauarbeiten für die 48 neuen Wohnungen des Bauvereins haben im Sommer erst begonnen und schon ist die Nachfrage doppelt so hoch wie das Angebot. Ende 2020 kann in die drei viergeschossigen Gebäude im Abstand von sechs Wochen Leben einziehen. Das kündigte bei der gestrigen Grundsteinlegung der designierte Geschäftsführer der Genossenschaft, Marten Thöne, an. Volker Seemann zieht sich dann nach 30 Jahren an der Spitze des Vereins mit fast 66 Jahren zurück. Der Bauverein investiert hier 12,5 Millionen Euro. Die frei finanzierten Wohnungen werden für 7,85 Euro den Quadratmeter angeboten.

Als vierter Baustein im Alpha-Carré entsteht mit 1600 Quadratmetern Nutzfläche ein neues Verwaltungsgebäude. „Es dient gleichzeitig auch als Lärmabschottung zum Wohngebiet, da die Friedrich-Ebert-Straße morgens und abends sehr stark befahren ist“, erklärt Thöne, der erst im vergangenen Jahr als Seemanns Referent in die Geschäftsführung eingestiegen ist. Die Arbeiten am Bauantrag befänden sich in den letzten Zügen. Demnächst soll dieser bei der Stadt eingereicht werden. Bis die Baubehörde grünes Licht gibt, werden gut sechs Monate verstreichen.

Thöne hofft, dass die knapp 50 Mitarbeiter Mitte 2021, also knapp 80 Jahre nach dem Bezug des jetzigen Gebäudes an der Ecke Krefelder Straße, ihre neuen Büros beziehen können. Für das neue Verwaltungsgebäude investiert der Verein nach derzeitiger Kalkulation weitere vier Millionen Euro. „Wir planen eine Photovoltaikanlage, um den täglichen Strombedarf durch Sonnenergie zu decken“, so Thöne. Das bisherige sei in vielerlei Hinsicht nicht mehr zeitgemäß, zu klein und biete auch nicht immer die aus Datenschutzgründen gebotene Diskretion. In dem bisherigen Verwaltungsgebäude sollen dann 14 altengerechte Wohnungen entstehen.

Schon seit über zehn Jahren investiert das Wohnungsbauunternehmen, das hier rund 200 Wohnungen besitzt, die in den 60er Jahren schnell hochgezogen wurden, in den Bestand. Für einen 2018 sanierten Gebäuderiegel musste es 1700 Euro pro Quadratmeter aufbringen. Die Kosten für den Neubau liegen mit 2400 Euro nur um 700 Euro höher, aber die Neubauten sind qualitativ hochwertiger und langlebiger. So sei es nur folgerichtig gewesen, im Frühjahr die ehemaligen Häuser, die sich zudem in einem schlechteren Zustand befanden als der Rest, abzureißen. Die drei Gebäude, die erneut das Bauunternehmen Reuter aus Grevenbroich realisiert, wurden in vergleichbarer Form und Ausstattung bereits im Wohnpark Bergheim realisiert. Die Wohnungen sind barrierefrei (inklusive bodengleicher Dusche), über einen Aufzug zu erreichen und mit Fußbodenheizung und großzügigen Balkonen ausgestattet, wie Seemann ausführte.

Vor allem aber erfüllen sie den Kfw-55-Standard. Das bedeutet, dass sie nur 55 Prozent so viel Energie benötigen wie ein vergleichbarer Neubau, der den maximal zulässigen Wert nach der Energieeinsparverordnung erreicht. Das schlägt sich dann in der Betriebskostenabrechnung positiv nieder. Unter dem Alpha-Carré befindet sich eine Tiefgarage mit 36 Stellplätzen. Für eine größere Tiefgarage wären die technischen Anforderungen und die Kosten unverhältnismäßig hoch ausgefallen. Weitere Plätze stehen in der bestehenden Tiefgarage zur Verfügung.

Bereits im vergangenen Jahr realisierte das Wohnungsbauunternehmen mit Alpha-Med ein Gesundheitshaus, unter dessen Dach ein Dutzend Ärzte und Therapeuten arbeiten sowie eine Apotheke und eine Bäckerei untergebracht sind. Im kommenden Jahr will der Bauverein die Straßenseite wechseln und die Sozialwohnungen neben dem Finanzamt modernisieren, kündigte Thöne an.

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