Rheinhausen: Netzwerk hilft Menschen im Alter

Pflegedienste, Geschäfte und soziale Einrichtungen : Netzwerk hilft Menschen im Alter

Pflegedienste, Geschäfte und andere soziale Einrichtungen haben sich zusammengetan, um Senioren im Stadtteil zu helfen.

Die Heimat bedeutet alten Menschen viel, besonders dann, wenn sie den Ort, an dem sie leben, nicht mehr so einfach verlassen können. Eine gewohnte Umgebung hilft diesen Menschen dann sehr, weiß der Arbeitskreis für Senioren im Stadtteil.

Aus diesem Grund hat er ein Netzwerk geschaffen, in dem sich verschiedene Rheinhauser Unternehmen und Sozialverbände zusammengetan haben, um die Senioren vor Ort besser zu durch den Alltag zu begleiten. Das Angebot richtet sich an Menschen zwischen Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen.

„Unser Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Menschen erhalten, damit sie so lange wie möglich zu Hause bleiben können“, sagt Cordula Römer, Leiterin des Arbeitskreises. „Das erreichen wir durch umfassende Beratungen, hinsichtlich Pflege, Demenz oder Wohnen.“ Das Motto laute: Sicher und lebenswert im Alter. „Wir wollen etwas für die Senioren im Stadtteil tun.“ Zu dem Netzwerk gehören neben dem Hewag-Pflegestift und der Awo auch das Deutsche Rote Kreuz, mehrere Pflegedienste, Apotheken und Optiker-Geschäfte sowie die Alzheimer-Gesellschaft und die AG 60plus.

Auch die Geschäftsinhaber können vermitteln. „Ich als Apotheker weiß beispielsweise nichts von der Pflege. Aber wir haben monatliche Treffen, bei der wir etwas über die Arbeit der anderen erfahren und voneinander lernen“, sagt Christian Hellwig. „Die Leute kommen oft in die Apotheke und denken, wir wissen alles. Dem ist leider nicht so. Aber durch unser Netzwerk wissen wir, wo die Leute anrufen können.“ Viele Apotheken liefern bereits nach Hause, dasselbe will der Arbeitskreis auch bei Rumelner Rewe-Markt erreichen. „Da sind wir zur Zeit in Gesprächen“, sagt Römer. „Unsere Arbeit richtet sich vor allem an Angehörige. Wenn wenn alte Menschen Hilfe brauchen, sind sie oft schon zu schwach. Ebenso besteht die Gefahr, dass sie vereinsamen“, weiß sie. Auch die Optiker-Geschäfte werden eingebunden: Sie können Menschen mit Sehbehinderung weiterhelfen.

Die Hewag bietet in ihrem Seniorenstift wiederum stationäre Kurzzeitpflegeplätze an: „Wer einen Familienangehörigen pflegen muss, aber beispielsweise wegen eines Urlaubs verhindert es, kann ihn im Seniorenstift unterbringen – auch nur für wenige Tage“, sagt Römer.

(MF)
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