Rheinhausen: Die Gartenstraße wird im Herbst saniert

Rheinhausen : Die Gartenstraße wird im Herbst saniert

Die Bezirksvertretung gab jetzt grünes Licht. Die Anwohner müssen sich an den Kosten beteiligen.

Sie gilt als eine der schönsten Straßen in Rheinhausen – die Gartenstraße am Volkspark. Allerdings sollte man dort besser zu Fuß gehen. Der marode Belag gleicht einem Flickenteppich. Seit Jahren bereits sorgt die Holperstrecke zwischen OSC-Clubheim und Krefelder Straße bei Anwohnern, Auto- und Fahrradfahrern für Unmut. Kraft Beschluss der Bezirkspolitik soll sich das jetzt ändern. Im vierten Quartal, also ab Oktober, soll es losgehen. Geplante Bauzeit: drei Monate. Dem Ausbau von Krefelder Straße bis Günterstraße mit voraussichtlichen Kosten von 566.100 Euro wird zugestimmt, so die Entscheidung bei der ersten Sitzung der Rheinhauser Bezirksvertretung nach der politischen Sommerpause.

Die Gartenstraße ist das, was man eine typische Anliegerstraße nennt. Sie wird von Schülern des Willy-Brandt-Kollegs und Besuchern der Sportanlage genutzt. Wie die Menschen, die hier leben, kommen viele mit dem Auto. Die Straße ist entsprechend zugeparkt. Es gilt Tempo 30, rechts vor links.

Nun also wird gebuddelt. Die Fahrbahn soll an einigen Stellen schmaler werden, an der Ecke Krefelder Straße und an der Sportplatz-Zufahrt (von 6,55 Meter auf 5,50 bzw. 6 Meter). Dort wollen die Verkehrsplaner der Verwaltung das Parken künftig verhindern. Runter vom Gas müssen Fahrer dann an der Einmündung Günterstraße: Hier wird auf vier Meter verengt, später, heißt es, ist dies auch auf Höhe Rheinstraße geplant. Es wird frisch asphaltiert, ein höherer Bordstein soll die Baumreihe schützen. Wegen „wirtschaftlicher Vorteile“ werden Anliegerbeiträge von 325 Euro fällig.

Auf eine Anfrage von Ratsherr Wolfgang Bißling (parteilos) nach der Anzahl der Bürger, die zahlen müssen, konnte die Verwaltung aus dem Stand heraus nichts antworten.„Zehn Jahre sind vergangen. Schön, dass der Bereich jetzt ausgebaut wird“, bemerkte SPD-Fraktionssprecher Marcus Mellenthin etwas spitzzüngig. Allerdings müssten auch Fußwege und Parkplätze saniert werden, außerdem fehle eine Querungshilfe zum Volkspark hin, „da sind viele unterwegs, auch schulpflichtige Kinder.“ Einstimmigkeit am Ende – einschließlich Änderungsantrag der SPD.

(kui)
Mehr von RP ONLINE