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Duisburg: Reinigungsaktion für Skulpturen im Kantpark

Duisburg : Reinigungsaktion für Skulpturen im Kantpark

Von Magdalena Abakanowicz bis André Volten, von Meret Oppenheim bis Henry Moore - der Duisburger Kant-Park mit seinen mehr als 40 Großskulpturen ist für Duisburg ein wesentlicher Bestandteil der Kunst im öffentlichen Raum.

Darüber hinaus wird durch Arbeiten wie Alf Lechners "Sculptuur '3'", André Voltens "Skulptur für eine Ebene" oder Hans-Peter Feldmanns "David" der Rückzugs- und Freizeitort vieler Duisburger international renommierte Kunst bereichert. Durch Umwelteinflüsse, Graffitis und Vandalismus jedoch haben einige dieser Arbeiten in den vergangenen Jahren an Ausstrahlung eingebüßt.

Foto: andreas probst

Aus diesem Grund findet am 14. Juli eine Reinigung der Skulpturen statt, organisiert von Duisburger Bürger. Hervorgegangen ist diese Idee aus einer Facebook-Initiative zur Restaurierung des Wasserbeckens auf dem Skulpturenhof. Wie schon beim "Flashmob" für die Kniende im Herbst 2011, bei mehr als 100 Duisburgerinnen auf dem König-Heinrich-Platz in Pose der weltberühmten Skulptur Lehmbrucks verharrten, haben sich auch in diesem Fall Unterstützer des Museums organisiert und rufen, unter anderem über das Internet, zum "Wishmob" auf.

Durchgeführt wird diese Aktion gemeinsam mit Mitarbeitern des Lehmbruck-Museums. "Kunst braucht ARTgerechte Haltung!", schreiben die Organisatoren in ihrer Ankündigung auf Facebook. "Im Kant-Park gelingt dies schon ganz gut. Nur leider ist die dort vorhandene Kunst oftmals verschmutzt, sei es durch Umwelteinflüsse oder durch Menschen, die meinen, sich verewigen zu müssen." Zur Motivation für ihren Aufruf heißt es dort weiter: "Weil wir unseren Kant-Park und die darin enthaltene Kunst lieben und sie ins beste Licht rücken wollen, damit wir alle Freude daran haben, in diesem Park zu verweilen."

Für Raimund Stecker, Direktor des Lehmbruck-Museums, ist diese Initiative ein Glücksfall: "Ich kann nur danken für dieses bürgerschaftliche Engagement einer Gruppe von Duisburger, die sich offensichtlich sehr mit dem Lehmbruck-Museum identifizieren. Besonders freue ich mich, dass darunter solche sind, die bis vor einiger Zeit nicht zum Stammpublikum zählten. Wir sehen: Neue Kommunikationsmedien und das Interesse am Original können wunderbar Hand in Hand gehen." — Alle Duisburger, die sich an dieser Aktion beteiligen möchten, treffen sich am Samstag, 14. Juli, um 12 Uhr, am Haupteingang des Museums. Putzmaterialien werden vom Lehmbruck-Museum gestellt, zudem bereiten die Restauratoren des Hauses für alle Kunstwerke "Pflegehinweise" vor, um den verschiedenen Materialien und Erhaltungszuständen der Arbeiten gerecht zu werden. Darüber hinaus sorgt die plastikBAR für Verpflegung, und jeder Teilnehmer_ erhält einen Button als kleines Dankeschön.

(RP/rl)