Regionalplan Ruhr: Diese Themen betreffen den Duisburger Süden

Kraftwerk Wanheim, Rahmerbuschfeld und Co. : So tangiert der Regionalplan Ruhr den Duisburger Süden

Von Industrie- bis Wohngebieten: Der Regionalplan Ruhr beschreibt wichtige Projekte in Duisburg-Süd. Es geht um die Entwicklung in den nächsten 15 bis 20 Jahren.

2200 Seiten umfasst der Regionalplan Ruhr. Nicht ganz so dick ist die Stellungnahme der Stadt Duisburg dazu ausgefallen. Da steht drin, was die südlichen Stadtteile betrifft und der Rat inzwischen so verabschiedet hat:


Kraftwerk Wanheim Als sogenannte GIB, nämlich als Bereich für gewerbliche und indu­strielle Nutzungen, sind die sieben Hektar Areal des Kraftwerks Wanheim im Regionalplan vorgesehen. Die Stadt Duisburg möchte das weiter eingrenzen: Das Heizkraftwerk der Stadtwerke liegt so nah dran an den Wohnsiedlungsbereichen von Wanheim, dass die Stadt hier eine Zweckbindung vorschlägt. Nur ein Kraftwerk soll hier demnach erlaubt sein. Denn: sollten die Stadtwerke den Standort einmal aufgeben, will die Verwaltung eine andere industrielle Nachnutzung ausschließen.


Logport II Auch hier schlägt die Verwaltung statt eines allgemeinen GIBs, wie im Regionalplan vorgesehen, eine zweckgebundene Nutzung ausschließlich für Häfen und mit einem Hafen direkt verbundenes Gewerbe vor. Hier hat die Änderung allerdings nicht den Sinn, eine etwaige andere industrielle Nutzung auszuschließen. Vielmehr soll auf diese Weise langfristig ein Hafenstandort gesichert werden, der für das ganze Land wichtig ist. Deswegen sollen diejenigen Flächen von den insgesamt 4,7 Hektar, die sich direkt am Rhein befinden, als GIB ausschließlich für Hafennutzung ausgewiesen werden.


Mannesmannacker Zum Teil als GIB, zum Teil als Freiraum- und Agrarbereich bezeichnet der Regionalplan Ruhr diesen Teilabschnitt der Logistikdiagonalen. Der Mannesmannacker fehlt in dieser Darstellung. Er ist allerdings fester Bestandteil der städtischen Pläne: Vorwiegend regionaler und überregionaler Verkehr soll hier künftig fließen und die Wirtschaftsflächen des Duisburger Südens – zum Beispiel HKM – an die Autobahn anschließen. Die Stadt fordert daher, das Gebiet auszuweisen als für vorgesehen regionalen und überregionalen Verkehr.


Rahm Südlich der Mohn-, Klee- und Hirsestraße sieht der Regionalplan eine Fläche von 3,3 Hektar als allgemeinen Siedlungsbereich vor. Duisburg schlägt eine Änderung vor zu Freiraum- und Agrarbereich. Ein Grund: Über die Fläche verläuft die CO-Leitung – das stehe „einer Entwicklung als Wohnbaufläche entgegen“.


Rahmerbuschfeld Ein Teilstück von einem Hektar des Rahmerbuschfelds ist im Regionalplan Ruhr ausgezeichnet als Freiraum- und Agrarbereich sowie als Bereich für den Schutz der Landschaft. Die Stadt plant hier allerdings Wohnbebauung inklusive eines Supermarktes. Sie will daher, dass das Gebiet als Siedlungsbereich ausgewiesen wird.


Friedhof Buchholz Der Friedhof und die Kleingartenanlage Zimmerstraße, die sich im Süden anschließt, ergeben zusammen eine Fläche von 23 Hektar. Der Regionalplan Ruhr sieht hier einen allgemeinen Siedlungsbereich (ASB) vor. Die Stadt will das geändert wissen zu einem allgemeinen Freiraum- und Agrarbereich. Der Grund ist reine Formsache: Schon im Vorentwurf des Flächennutzungsplans ist dieses Gebiet als Grünfläche ausgewiesen. Hier soll also lediglich ein Widerspruch vermieden werden.