Verdacht auf Steuerhinterziehung Zollfahnder durchsuchen bei Razzien 70 Objekte

Duisburg · Fahnder des Hauptzollamtes Duisburg haben am Donnerstag mehr als 70 Objekte bei Bauunternehmen und Servicefirmen durchsucht. Insgesamt 18 Beschuldigten wird unter anderem Steuerhinterziehung durch Schwarzarbeit vorgeworfen.

Insgesamt 250 Kräfte waren bei den Razzien im Einsatz.

Insgesamt 250 Kräfte waren bei den Razzien im Einsatz.

Foto: HZA Duisburg

Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Duisburg haben gemeinsam mit der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen Düsseldorf über 70 Durchsuchungsbeschlüsse in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen vollstreckt. Die Fahnder waren unter anderem in Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen, Köln, Hannover und Meppen unterwegs.

Insgesamt waren rund 250 Kräfte mehrerer Hauptzollämter im Einsatz. Die Durchsuchungen fanden in Wohnungen und Firmenräumen statt, wobei umfangreiches Beweismaterial, darunter auch Computer und Smartphones, sichergestellt wurde.

Hintergrund der Maßnahmen ist ein umfangreiches Ermittlungsverfahren, das sich nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen gegen 18 Beschuldigte richtet. Es besteht unter anderem der Verdacht der Beitragsvorenthaltung und der Steuerhinterziehung sowie der Beihilfe zu diesen Taten.

Unter anderen sollen Beschuldigte mutmaßliche Servicefirmen zur Erstellung und zum Verkauf sogenannter „Abdeckrechnungen“ für tatsächlich nicht erbrachte Leistungen betrieben haben, um damit den Einsatz von Schwarzarbeitern in großen Umfang bei den diese Abdeckrechnungen kaufenden Gesellschaften zu ermöglichen. Diese Unternehmen sind überwiegend der Baubranche sowie der Gebäudereinigung zuzurechnen.

Den Durchsuchungen schließe sich nun die intensive Auswertung der Unterlagen und Datenträger durch die Einsatzkräfte der FKS des Hauptzollamts Duisburg an, teilten die Behörden am Freitag mit. Die Ermittlungen dauerten noch an.

(mtm)
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