Rage against Racism: Das Duisburger Festival und die Wut gegen Rechts

Musik und Politik : Das Festival und die Wut gegen Rechts

Am Wochenende steigt wieder das Friemersheimer Festival Rage Against Racism. Die politische Dimension des zweitägigen Musikspektakels könnte nach dem Mord an einem hessischen Regierungspräsidenten kaum größer sein.

„Rock gegen Rechts“-Konzerte sind ja inzwischen löbliche Events in Deutschland. Am kommenden Wochenende, 21. und 22. Juni, wird aber eine regelrechte „Wut gegen Rassismus“ auf dem Friemersheimer Festival Rage Against Racism entfacht – umsonst und draußen. „Wir müssen in Zeiten von Nazi-Attentaten auf hessische Regierungsbeamte und rechter Hetze im Internet klare Kante gegen wieder aufkommenden Faschismus zeigen“, sagt Dirk Diegler vom Orgateam.

Das tun die etwa 40 Helfer und Organisatoren des Festivals bereits seit 2003. 15 Bands haben sie verpflichtet, die mit ihrem treibenden Sound der Mühle wieder ihre fehlenden Flügel verleihen sollen und erwartungsgemäß mehr als 4000 Heavy-Metal-, und Hard-Rock-Fans auf das Gelände am „JZ Mühle“ am Clarenbachweg in Friemersheim zum gemeinschaftlichen und friedlichen Headbangen ziehen werden.

Und es wird gleich drei Weltpremieren von einer Kult-Band geben: Die südbadischen Urgesteine des Thrash-Metal „Destruction“ werden zum ersten Mal einige der zehn Songs ihres neuen Albums „Born to perish“ live vorstellen. Außerdem neu ist, dass das ursprüngliche Trio erstmals mit einem zweiten Gitarristen auf der Bühne stehen wird. In einem Interview mit den Kooperationspartnern metal-heads sagte Sänger und Bassist „Schmier“ sogar, dass Destruction seit den 37 Jahren ihres Bestehens noch nie in Duisburg gespielt haben – da besteht also akuter Nachholbedarf. „Wir haben Glück gehabt, Destruction sind als Headliner für den Freitagabend eingesprungen, weil die ursprünglich geplante Band absagen musste“, weiß Dirk Diegler.

Weiterhin als Headliner für den Freitag ist die Band Elvenking geplant. Am Samstag runden Vader und Horisont das in alle Bereiche des Heavy-Metal und harten Rock driftende Programm ab. (siehe nebenstehende Box)

Die Running Order der Bands beim diesjährigen Rage against Racism im einzelnen: Am Freitag, 21. Juni, starten Formosa um 16.30 Uhr. Weiter geht es mit Kill II This um 17.20 Uhr. Darauf folgen die Formationen Jaded Heart um 18.10 Uhr und Elvenking schon um 19.10 Uhr. Die mit Spannung erwarteten Destruction beenden den FestivalFreitag dann um 20.35 Uhr.
Spielen sollen sie bis etwa gegen 22 Uhr am Abend.

(sado)
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