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Duisburg: Radtke: Nachwuchs in der Region halten

Duisburg : Radtke: Nachwuchs in der Region halten

Uni-Rektor Prof. Ulrich Radtke war Gastreferent beim Martinsgans-Dinner der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der Duisburger CDU, das wie in den vergangenen Jahren im Restaurant des Amateur-Schwimmclubs stattfand.

Er stellte in einem kurzweiligen und informativen Vortrag "seine" Hochschule vor und hob deren Bedeutung für die Region und NRW hervor. Der MIT-Vorsitzende Benno Lensdorf ließ sich bei seiner Begrüßung nicht nehmen, die aktuelle politische Situation auf lokaler Ebene zu kommentieren. Seinen NRW-Parteikollegen riet er zudem, "in Bayern mal nachzufragen, wie man Wahlen gewinnt". Radtke blickte dann auf das Jahr 2003 zurück, als die Universitäten Duisburg und Essen fusionierten. Dieser Prozess sei nicht einfach gewesen, aber mittlerweile funktioniere die UDE (Universität Duisburg-Essen) bestens, versicherte er. Die Zahl der Studierenden beläuft sich derzeit auf über 39 000, darunter über 7000 Erstsemester. Junge Menschen aus über 130 Nationen studieren aktuell in Essen und Duisburg.

Elf Fakultäten zeigen das breite wissenschaftliche Spektrum der neben Dortmund und Bochum dritten Ruhrgebiets-Hochschule. Die UDE beschäftigt rund 500 Professoren und 3000 wissenschaftliche Mitarbeiter. Die Universität sei in Zusammenarbeit mit der Uni-Klinik Essen auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, erläuterte Ulrich Radtke, zumal rund 80 Prozent des Umsatzes in der Region verbleibt. Zu den Profilschwerpunkten der Uni gehören die Nanowissenschaften, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Radtke erläuterte, dass dieser Wissenschaft bei der Energiewende eine große Bedeutung zukommt. Auch wenn die Politik hier "den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht hat", sei die Entscheidung grundsätzlich richtig. Mit Hilfe der Nano-Technologie sollen demnächst Speicher- und Transportprobleme der erneuerbaren Energien gelöst werden. Radtke appellierte an Mittelstand und Wirtschaft, mittels Stipendien leistungsstarke Studierende zu fördern und somit Anreize zu schaffen, dass hoch qualifizierte Nachwuchskräfte in der Region blieben. Das sei schon mit 150 Euro im Monat möglich; der Bund verdoppelt je Stipendium diesen Betrag. Die deutliche Formulierung Professor Radtkes "Ich erwarte, dass man sich dafür in der Gesellschaft engagiert", nahm Benno Lensdorf auf und versprach: "Ich werde für diese wichtige Sache in unserem Kreis werben."

(pol)