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Duisburg: Projekt soll Wohl von Kindern sichern

Duisburg : Projekt soll Wohl von Kindern sichern

In der Düsseldorfer Staatskanzlei fiel jetzt der offizielle Startschuss für das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor". Daran nehmen 18 Städte und Kreise teil, darunter auch Duisburg.

Das Vorhaben soll in den Kommunen Strukturen schaffen, die eine Begleitung von Kindern ab der Schwangerschaft bis zum Berufseinstieg ermöglichen. Eröffnet wurde das Projekt durch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Dr. Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Die Stiftung unterstützt das Vorhaben auch finanziell. So bekamen die Städte Fördergelder zugewiesen, die ja nach Größe zwischen 32 000 und 64 000 Euro liegen. "Wir erhalten für Duisburg die maximale Fördersumme, so dass wir damit den personellen Mehraufwand bezahlen können", sagte Jugendamtsleiter Thomas Krützberg. Er wird das Modellprojekt "Produktionsnetzwerk P3 Duisburg - Potentiale - Prävention" begleiten.

Die 18 ausgewählten Kommunen sollen laut Ministerpräsidentin Kraft nur der Anfang für landesweit mehr Vorbeugung in der Politik sein und als Vorbild für die anderen Städte dienen. Die erste Phase des Modellvorhabens ist bis zum Jahr 2015 angelegt worden.

In Duisburg sollen in dieser Zeit Präventionsketten aufgebaut werden, die es ermöglichen, das Wohl von Kindern besser im Auge zu behalten. Konkret heißt das: "Es wird sozialräumlich orientierte Treffen geben, bei denen geschaut werden soll, was in welchem Bezirk dringend benötigt wird", sagte Krützberg. Nur so könnten wirksame und dauerhafte Projekte entstehen, die nicht nur eine Leuchtturmfunktion erfüllen.

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Wichtig sei es dafür Verantwortliche aus allen Bereichen der Kinder- und Jugendfürsorge an einen Tisch zu bekommen. "Da gehören Wohlfahrtsverbände und Schulen genauso zu wie Ärzte und Polizisten. Aber auch Laien und Ehrenamtliche, die in der Kinderbetreuung oder Sozialarbeit tätig sind, müssen einbezogen werden", so der Jugendamtsleiter.

Besondere Zielgruppe seien Kinder im Alter von neun Monaten bis drei Jahren. Bei ersten Gesprächen Ende April solle das Projekt konkretisiert werden.

(RP)