Duisburg: "Platzhirsch"-Festival feiert gelungene Premiere

Duisburg: "Platzhirsch"-Festival feiert gelungene Premiere

Rund 100 Veranstaltungen, davon zehnmal Bildende Kunst, 15 mal Literatur und Wortbeiträge, fünfmal Theater, der Rest waren Musikbeiträge und Konzerte, und mehr als 200 Mitwirkende aus dem In- und Ausland in 22 verschiedenen Locations rund um den Dellplatz – das war in Zahlen ausgedrückt das erste "Platzhirsch"-Festival in Duisburg am vergangenen Wochenende. Tausende kamen und staunten nicht schlecht, was die Veranstalter des Vereins "Traumzeitretter" und weitere Beteiligte binnen kurzer Zeit auf die Beine gestellt hatten.

Rund 100 Veranstaltungen, davon zehnmal Bildende Kunst, 15 mal Literatur und Wortbeiträge, fünfmal Theater, der Rest waren Musikbeiträge und Konzerte, und mehr als 200 Mitwirkende aus dem In- und Ausland in 22 verschiedenen Locations rund um den Dellplatz — das war in Zahlen ausgedrückt das erste "Platzhirsch"-Festival in Duisburg am vergangenen Wochenende. Tausende kamen und staunten nicht schlecht, was die Veranstalter des Vereins "Traumzeitretter" und weitere Beteiligte binnen kurzer Zeit auf die Beine gestellt hatten.

Unter den Besuchern gesichtet wurden auch der neue Duisburger Kulturdezernent, Thomas Krützberg, sowie der Vorsitzende des Kulturausschusses, Frank Albrecht. Letzterer fand das Festival eine "gelungene Premiere", insbesondere habe ihm die Vielfalt des Programms gefallen und die Bespielung des Dellplatzes. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn es 2014 eine Neuauflage gäbe", sagte Albrecht, "denn Platzhirsch ist eine wunderbare Ergänzung zum städtischen Kulturangebot."

Für die Besucher und die Festivalmacher ging das Konzept jedenfalls auf, "mit einer Vielzahl von Farben und Tönen, Augen und Ohren zu öffnen", wie es im Programmheft hieß, und ein "Festival für Artenvielfalt im Duisburger Stadtrevier" zu veranstalten. So gab es verschiedene Arten von Kunst- (beispielsweise Lesungen und Konzerte) und Stilformen (Klassik und Avantgarde), verschiedene Arten von Spiel- und Veranstaltungsorten (Open-Air-Bühnen, Clubs und Cafés etc.) sowie verschiedene Arten der beteiligten Künstler (Prominente und Lokalgrößen) und Kulturen (Europa, Myanmar und Kongo). Das alles und auch das zumindest trocken gebliebene Wetter trugen mit dazu bei, dass trotz zeitgleicher Kanu-WM und Ruhrtriennale der Duisburger Stadtkern außerordentlich gut besucht war und die Menschen ausgelassen bis spät in die Nacht feierten.

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Das "Head-Bang-Painting" von Performerin Patricia Murawski war ebenso spektakulär wie das unüberhörbare Walking-Act-Konzert der Gruppe "Rabatz!" zum diesjährigen Dellplatz-Auftakt. Programmhöhepunkte waren die Auftritte von FM Einheit, Stoppok und Blixa Bargeld im Grammatikoff, der von Christian Brückner in der Zentralbibliothek (siehe auch Bericht auf Seite C 3) sowie der von Jacques Palminger im Djäzz und später im Goldengrün. Aber auch die Darbietungen mit den dazugehörigen Höhenluftfahrten der Hubbühne auf dem Dellplatz von André Meiser am Saxophon ("Kreatur") und Joachim Häßler am Flügel ("Waveatlas") zogen gleich mehrere Hundert Besucher an.

Selbst an vermeintlich kleineren Orten gab es gut- bis voll besetze Veranstaltungen, darunter die mit dem Singer-Songwriter Giuseppe Mautone oder dem Roots-Rock'n'Roll-Interpreten Roland Heinrich im Café Fino, die Lesung mit Pelican/Kruse/Chinmayo im Atelier Goldstraße sowie das Liedermacherin-Konzert von "Jai" im Café Mundo.

(or)
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