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Duisburg: "Platzhirsch" etabliert sich in der Kulturlandschaft

Duisburg : "Platzhirsch" etabliert sich in der Kulturlandschaft

Nach der äußerst erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr hat sich "Platzhirsch. Das Festival für Artenvielfalt im Duisburger Stadtrevier", wie sich das sommerliche Kulturevent rund um den Dellplatz nennt, mit einer Neuauflage am Wochenende endgültig in die städtische Kulturlandschaft platziert.

Die Festivalmacher hätten schon das nächste Jahr im Auge, stellte am Sonntag nach drei Tagen Festival zufrieden René Wolf, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins "Kultursprung", fest und gab damit die Marschroute für sich und seine Mitstreiter vor.

Rund 110 Veranstaltungen, zehn Prozent mehr als letztes Jahr, darunter 80 Musikacts und 30 Kunstacts, machten das insgesamt etwa 150 Termine umfassende Angebot des erneut prall gefüllten Programmheftes aus. Auch wenn die "großen Namen", die es 2013 mit FM Einheit, Stoppok, Blixa Bargeld, Christian Brückner und Jacques Palminger gab, in diesem Jahr fehlten, dem Anspruch ein vielfältiges sparten-, kulturen- und generationsübergreifendes Kulturfestival zu bieten, wie es der Nachfolgeverein der "Traumzeitretter" formuliert, wurde "Platzhirsch" auch dieses Jahr voll inhaltlich gerecht.

Veranstaltungsmittelpunkt war wiederum der Dellplatz, wo das Publikum für "lau" vor allem Musikkonzerte zu hören und zu sehen bekam. Mit einem ziemlich lauten unüberhörbaren musikalischen Remmidemmi aus Punk, Jazz und Funk startete dort am Freitagabend die britische Band "World Service Project" den insgesamt weit über 30 Stunden dauernden Festivalmarathon.

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Überhaupt, fanden die beiden "Platzhirsch"-Verantwortlichen die drei Tage bilanzierend, seien 2014 ihrer Meinung nach mehr Besucher auf dem Festival gesichtet worden als noch das Jahr zuvor. Doch darum geht es ihnen und den vielen ehrenamtlichen Helfern gar nicht - nicht in erster Linie: "Platzhirsch" sei eine Projektplattform für lokal, regional und überregional agierende Künstler aller Genres, die Duisburg für drei Tage und drei Nächte lang den Traum einer Metropole träumen lassen wolle.

(RP)