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Duisburg: Pielkötter macht's noch mal

Duisburg : Pielkötter macht's noch mal

Die Moerser Autorin Irene Scharenberg legt einen neuen Krimi vor: Ihr zweiter Roman "Gefährliches Doppel" handelt vom Tod eines kauzigen Buchhalters. Im Mittelpunkt steht wieder Hauptkommissar Pielkötter. Ein Teil der Handlung spielt auch in Baerl am Lohheider See.

Anfangs waren es kleine Texte, die Irene Scharenberg für ihre Religionsschüler an einer Bottroper Realschule verfasste. Später schrieb sie dann Kurzgeschichten und nahm damit mehrfach erfolgreich an diversen Verlagswettbewerben teil. Ihre eigentliche Liebe aber gilt dem Schreiben von Krimis. "Da kann ich in die Rollen vieler verschiedener Akteure schlüpfen, das gefällt mir", sagt sie.

Erster Krimi vor zwei Jahren

Genau das hat sie vor zwei Jahren in ihrem ersten Kriminalroman "Die Sünderinnen" getan — und dabei mit dem ursprünglich aus dem Münsterland stammenden und jetzt in Duisburg arbeitenden Hauptkommissar Willibald Pielkötter einen Ermittler geschaffen, der auf den ersten Blick zwar eher bieder wirkt, bei genauerem Hinsehen aber über einen nicht zu unterschätzenden, überaus wirksamen Jagdinstinkt bei der Aufklärung seiner Fälle verfügt.

So darf sich denn Pielkötter auch in Irene Scharenbergs neuem Krimi "Gefährliches Doppel" bei dem Tod eines kauzigen Buchhalters mal wieder so richtig ermittlerisch ins Zeug legen. Denn was sein untergebener Kollege Bernhard Barnowski für einen typischen Unfall mit Fahrerflucht hält, sieht für den Hauptkommissar von Anfang an irgendwie verdächtig nach Mord aus.

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Zu dumm nur, dass ausgerechnet jetzt Pielkötters Kreislauf schlapp macht und ihn zwingt, die Ermittlungen seinem wenig motivierten Kollegen zu überlassen. Nicht ohne Protest, doch zum Glück ist da ja noch Katharina Gerhardt, die als Haushälterin in einem vermögenden Unternehmerhaushalt arbeitet, in dem offenbar ebenfalls nicht alles so ist, wie es scheint.

Feudale Unternehmervilla in Baerl

Wie schon "Die Sünderinnen", spielt auch Scharenbergs neuer Krimi wieder in und um Duisburg, zum Beispiel im Industriegebiet Alsumer Berg, durch das der tote Buchhalter bisher täglich seine Fahrradrunden drehte, oder am Lohheider See in Baerl, wo die feudale Unternehmervilla steht, deren Hausherrin scheinbar gezielt von ihrem Mann unter ständigem Tabletteneinfluss gehalten wird.

Den authentischen Ortsbeschreibungen und auch den teilweise in kernigem Ruhrgebietsdialekt gehalten Dialogen, die den "Sünderinnen" bereits das Etikett "Duisburg-Krimi" eingebracht haben, ist die Autorin auch in ihrem zweiten Roman "Gefährliches Doppel" treu geblieben, ebenso wie ihrem instinktsicheren Verbrecherjäger Willibald Pielkötter. Gut zwei Jahre hat Irene Scharenberg an ihrem zweiten Buch geschrieben, die Idee für ein drittes ist schon da. Und es wird wieder ein Krimi sein. "Ein Krimi ist wie ein Puzzle. Es macht Spaß, am Ende alle Einzelteile zu einem großen Ganzen zusammenzusetzen", sagt die Autorin.

(RP)