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Duisburg: Pflegedienst schätzt Hilfe des Jobcenters

Duisburg : Pflegedienst schätzt Hilfe des Jobcenters

Der Unternehmerservice des Jobcenters Duisburg hat sich zum Ziel gesetzt, durch engen Kontakt zu Arbeitgebern die Vermittlung von geeigneten Mitarbeitern zu erleichtern.

Der Pflegedienst Florczyk & Florczyk & Szalek an der Korbmacherstraße in Mündelheim hat seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 expandiert. Und dafür benötigten die Geschäftsführer qualifiziertes Personal. Das fanden sie seit 2008 mit Hilfe des Jobcenters Duisburg. Denn seit dieser Zeit steht das Unternehmen im Duisburger Süden in engem Kontakt mit dem Unternehmerservice des Jobcenters.

Geschäftsführer Georg Szalek lobt vor allem die unbürokratischen Lösungen. In Michael Schmitten hat der Pflegedienst einen ständigen Ansprechpartner, der das Unternehmen und dessen Bedürfnisse kennt. Georg Szalek ist mit den bisher vermittelten Mitarbeitern sehr zufrieden, sowohl mit den Kräften im Pflegebereich als auch in der hauswirtschaftlichen Abteilung und mit den Fahrern.

Wie wichtig der persönliche Kontakt zwischen Jobcenter und Arbeitgebern ist, weiß Gabriele Münstermann, Teamleiterin Unternehmensservice, nur zu gut. Nur so könnten die Mitarbeiter des Unternehmerservice gezielt auf die Bedürfnisse des Arbeitgebers, aber auch der Arbeitsuchenden eingehen. Deshalb hat sich der Unternehmerservice des Jobcenters für das letzte Quartal dieses Jahres das Ziel gesetzt, 1000 Duisburger Betriebe zu besuchen.

Der Mündelheimer Pflegedienst setzt auch bei der Besetzung von Ausbildungsstellen auf die Hilfe des Jobcenters. 14 Azubis sind derzeit beim Pflegedienst beschäftigt. "Wir ziehen uns unseren eigenen Nachwuchs heran", sagt Georg Szalek. Denn nach wie vor würden im Pflegebereich qualifizierte Mitarbeiter händeringend gesucht. "Das ist ein Bereich mit Zukunft."

Wichtig sei es aber auch, auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen. "Wir versuchen, individuelle Lösungen zu finden", sagt Mit-Geschäftsführer Pawel Florczyk. So wurde dem Unternehmen in der Vergangenheit eine Mitarbeiterin vorgeschlagen, die alle Voraussetzungen erfüllte und dennoch arbeitslos war. Der Haken: Die Frau hatte ein kleines Kind und ihr Mann arbeitete im Schichtbetrieb. So konnte die Frau ihre Arbeitszeit nicht ganz so flexibel gestalten. Doch der Pflegedienst fand eine Lösung und hat seine Entscheidung nie bereut.

Das ist ganz im Sinne des Jobcenters. "Wir sind an der langfristigen Vermittlung interessiert", sagt Gabriele Münstermann. Und der Pflegedienst auch. Zeitarbeiter kommen für die Geschäftsführer nicht in Frage. Vielmehr wollen sie auch den Menschen eine Chance bieten, die schon älter sind, "dafür aber seltener krank und pflichtbewusster", wie Pawel Florczyk festgestellt hat.

Der Pflegedienst in Mündelheim beschäftigt inzwischen 55 Mitarbeiter. In den Räumen in Mündelheim stehen 17 Plätze für die Tagespflege zur Verfügung. Außerdem werden 180 Kunden im ambulanten Dienst versorgt. Und die Zahl steigt. "Immer mehr ältere Menschen wollen so lange wie möglich zu Hause leben", sagt Georg Szalek.

(RP)