Duisburg: Pfarrer Böttcher geht

Duisburg : Pfarrer Böttcher geht

Die Evangelische Gemeinde Homberg muss sich von ihrem Pfarrer verabschieden. Johannes Böttcher will sich beruflich verändern und tritt eine neue Stelle in Pulheim an. 13 Jahre war der 47-Jährige in Homberg tätig.

Homberg Pfarrer Johannes Böttcher wird die Evangelische Kirchengemeinde Homberg verlassen und eine neue Pfarrstelle in Pulheim bei Köln antreten. Am 29. Januar wird er offiziell verabschiedet. "Wir haben 13 Jahre lang segensreich zusammengearbeitet", sagt der 47-Jährige. Es sei Zeit für etwas Neues.

Als Gründe nennt Böttcher vor allem familiäre. Die Landeskirche, erklärt er, empfehle ohnehin, nach zehn bis zwölf Jahren die Stelle zu wechseln. Wohl auch, damit wieder ein bisschen frischer Wind in der Gemeinde weht. Und für Böttcher ist jetzt ein guter Zeitpunkt: Seine sechsjährige Tochter kommt im nächsten Jahr in die Schule. "Es wäre nicht gut, wenn sie hier eingeschult wird und wir dann in ein paar Jahren umziehen", so der Pfarrer. Zudem, argumentiert er, seien die Umstrukturierungsprozesse in der Gemeinde so weit vorangeschritten, "dass es jetzt auch ohne mich geht". Damit meint er vor allem die Schließung des Lutherhauses: Der Bescheid der Landeskirche liegt jetzt vor, und so konnte endlich ein Datum für den Entwidmungsgottesdienst festgelegt werden. Er ist am Sonntag, 8. Januar, um 10 Uhr.

Stelle wird ausgeschrieben

Aber auch ganz abgesehen davon ist sich Böttcher sicher, dass seine Gemeinde dazu imstande ist, einen Pfarrerwechsel zu verkraften: "Ich habe immer Wert darauf gelegt, dass nicht alles von meiner Person abhängt", sagt der 47-Jährige. Seine Gemeinde könne sehr selbstständig arbeiten. "Das ist ja auch unser reformiertes Selbstverständnis in der Evangelischen Kirche."

Böttchers Stelle wird jetzt ausgeschrieben. "Ein halbes Jahr wird es wohl dauern, bis ein neuer Pfarrer gefunden ist", sagt Edith Schwarz, stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums. Aber sie ist sich sicher, dass Pfarrerin Doris Kroniger (halbe Stelle), Krankenhauspfarrer Markus Jansen und die Prädikanten Wolfgang Ingenbold und Helmut Kucharski die Lücke füllen können. Umliegende Gemeinden hätten auch schon Hilfe zugesagt.

(RP)