Duisburg: Personalrat sieht viel Frust beim IMD

Duisburg : Personalrat sieht viel Frust beim IMD

Der Personalrat der Rathaus-Stadtverwaltung steht mit viel Kritik und Distanz zum Vorschlag des Oberbürgermeisters, das 2002 in einen Eigenbetrieb ausgegliederte städtische Immobilienmanagement IMD wieder in die Kernverwaltung zu integrieren. In seinen Augen bleibt es bei dem Grundübel: Es gibt zu wenig Personal für zu viel Arbeit. In der Ratssitzung am 7.Mai soll der Rat über Vorschlag von OB Link entscheiden, die Auflösung des IMD auf dem Weg zu bringen. Aus Sicht der Stadtspitze hat sich der Eigenbetrieb nicht bewährt. Es gibt zuviel Unzufriedenheit bei Schulen, Kitas und anderen städtischen Kunden des Immobiliendienstes. Auch die Installierung einer neuen IMD-Doppelspitze 2016 hatte offenbar keine merkliche Besserung gebracht. "Der IMD war von Beginn an mit der Hypothek einer unzureichenden Personalausstattung belastet", blickt Personalrat Rainer Hagenacker in einem der Redaktion vorliegenden Schreiben an die Mitarbeiter auf die Gründung 2002 zurück. Und daran habe sich nichts geändert. Aktuell arbeiten 450 Beschäftigte beim IMD.

"Eine Rückführung in die Kernverwaltung ändert an dieser Misserfolge produzierenden Gemengelange erst mal nichts. Wird tatsächlich ein guter Kundenservice gewünscht, sind schlicht mehr Kollegen nötig", gibt der Personalrat zu bedenken. Er erwartet sogar eher das Gegenteil, wenn die IMD-Mitarbeiter wieder unter den "destruktiven personalwirtschaftlichen Regeln" der Kernverwaltung arbeiten müssten. "Die Folge wird noch mehr Unmut" bei Mitarbeitern und Kunden sein, schreibt Hagenacker.

Auch dass die Rückführung mit Gutachten begleitet werden soll, stößt auf Kritik. "Die bisher mit vielen Hunderttausend Euro bezahlten Expertisen liegen vor", heißt es in der Mitteilung. Ein Dorn im Auge ist dem Personalrat, dass Teile des IMD - die Entwicklung und Vermarktung städtischer Grundstücke - von der städtischen Wohnungsbautochter Gebag übernommen werden sollen: "Die Bevorzugung der Gebag durch den OB ist und bleibt unverständlich."

(-er)
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