Ostermärsche 2018 ziehen durch NRW

Demonstrationen für Frieden und Abrüstung: Ostermärsche ziehen durch NRW

Kriege im Nahen Osten und zunehmende Spannungen zwischen Russland und der Nato - viele Menschen sorgen sich um den Frieden. Bei den Ostermärschen in NRW zeigen sie Flagge gegen Krieg und Aufrüstung.

Hunderte Teilnehmer sind am Samstag in Nordrhein-Westfalen bei den traditionellen Ostermärschen gegen Krieg und für Abrüstung auf die Straßen gegangen. In Duisburg startete der dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr. Auf ihre Fahnen und Plakate schrieben die Teilnehmer "Friedenspolitik statt Konfrontation" oder schlicht "Peace". Unter anderem wurde das Vorgehen des türkischen Militärs gegen die Kurden in Nordsyrien kritisiert.

Der Ostermarsch Rhein-Ruhr führt die Demonstranten bis Ostermontag über Essen, Bochum und Werne nach Dortmund. Die Veranstalter erwarten bis zu 2500 Teilnehmer. Am Karfreitag hatte es bereits einen Protestmarsch in Gronau gegeben, dem Standort der einzigen kommerziellen Urananreicherungsanlage in Deutschland.

"Keine Nostalgikertreffen"

Längst sind die Ostermärsche deutlich kleiner als auf dem Höhepunkt der Bewegung zu Beginn der 1980er Jahre. Trotzdem betont der Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft, Joachim Schramm: "Das sind keine Nostalgikertreffen - die Welt steht wieder am Abgrund." Vor allem der Ost-West-Konflikt sei zurückgekehrt.

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Das Thema Abrüstung steht auch beim Ostermarsch Ostwestfalen-Lippe im Vordergrund, der Karsamstag in Bielefeld startete. Weitere Friedensmärsche gibt es in Gummersbach, Neuss, Siegburg, Münster und Köln.

Protest gegen Erhöhung der Rüstungsausgaben

Ziel der Ostermärsche ist es auch, gegen eine in Berlin diskutierte deutliche Erhöhung der Rüstungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu protestieren. "Das würde Milliarden kosten, die für Arbeit und Soziales fehlen", sagte Schramm.

Bundesweit organisiert die Ostermarschbewegung bis Ostermontag mehr als 100 Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen oder Vortragsveranstaltungen. Das Netzwerk Friedenskooperative rechnet deutschlandweit mit 50.000 bis 60.000 Teilnehmern.

(lsa/lnw)