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Duisburg: Opernehe ist gerettet

Duisburg : Opernehe ist gerettet

Obwohl noch Genehmigungen fehlen, scheint die Opernehe zwischen Düsseldorf und Duisburg gerettet. Der komplette Ausstieg Duisburgs wurde vom Stadtrat verhindert. Mit erhöhten Ticketpreisen und Personalabbau will man 1,5 Millionen Euro sparen.

Der Duisburger Stadtrat stoppte am Montag einen radikalen Sparvorschlag der Stadtverwaltung und machte den Weg für den Fortbestand der seit 1956 bestehenden "Opernehe" frei.

Allerdings hängt die Zukunft der erfolgreichen Ballettsparte der Rheinoper noch in der Schwebe. Auch muss der Stadtratsbeschluss wegen der Überschuldung Duisburgs noch von der Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde genehmigt werden.

Am Standort Duisburg sollen durch Maßnahmen wie Erhöhung der Ticketpreise, Abbau von Personal und die mögliche Ausgliederung des Balletts rund 1,5 Millionen Euro gespart werden.

Die ursprüngliche Verwaltungsvorlage sah den kompletten Ausstieg aus der Operngemeinschaft vor, um damit insgesamt elf Millionen Euro einzusparen. Dagegen hatte es einen beispiellosen öffentlichen Proteststurm gegeben. Mehr als 50 000 Menschen hatten in den vergangenen Wochen eine Petition zum Fortbestand der Opernehe und der Duisburger Philharmoniker unterschrieben.

Über die mögliche Ausgliederung des Balletts muss der Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein bei den Vertragsverhandlungen im Sommer beraten. Angesichts der unsicheren Zukunft des Balletts unter der Leitung des mehrfach ausgezeichneten Choreographen Martin Schläpfer hat die Stadt Düsseldorf bereits eine Kooperation mit Köln ins Auge gefasst. Düsseldorf trägt rund 24 Millionen Euro des Etats der Rheinoper, Duisburg etwa elf Millionen.

Neben dem Erhalt der Opernehe beschloss der Stadtrat am Montag ein radikales Sparpaket. Der Haushaltsanierungsplan sieht vor, dass bis 2021 82 Millionen eingespart werden. Die Einzelmaßnahmen reichen vom Personalabbau im Rathaus bis zur Abschaltung von Straßenlampen.

(dpa)