Oper „La Cenerentola“ in erfolgreicher Inszenierung

Duisburger Stadttheater: Oper „La Cenerentola“ in erfolgreicher Inszenierung

Im Duisburger Stadttheater gab es jetzt nach 18 Jahren eine Wiederaufnahme von Rossinis „La Cenerentola“ – der Aschenputtel der italienischen Oper.

Das Märchen „Aschenputtel“ gibt es auch als meisterhafte italienische Oper. Das ist eine komische Oper, deren Hauptfiguren solche der ernsten Oper sind, und eine beinah bürgerliche Komödie, die dennoch ihren Zauber nicht verliert, denn am Ende aller Verwicklungen siegen Güte und Liebe. Gioacchino Rossini interessierte in „La Cenerentola“ (1817) der Rollentausch zwischen dem Prinzen Don Ramiro und seinem Diener Dandini, in dessen Gestalt er Angelinas Liebe gewinnt, und die Verwandlung des Aschenputtels in eine schöne junge Dame, die ihre selbstgefällig prahlende Familie in den Schatten stellt. Das seelenadlige Paar erkennt sich hier nicht an der Schuhprobe, sondern am zweiten Exemplar eines Armreifs.

Es gibt eine kongeniale Inszenierung – man ist versucht zu sagen: Choreographie – und Ausstattung der „Cenerentola“ durch Jean-Pierre Ponnelle. Entstanden ist sie 1969, also vor 50 Jahren, für die San Francisco Opera. Bis heute wird sie in der ganzen Welt nachgespielt, seit 1974 auch an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Im Juni 2001, also vor fast 18 Jahren, war sie zuletzt in unserer Stadt zu erleben, jetzt gab es eine Wiederaufnahme im Duisburger Theater. Hier fuchsten sich die Ausführenden allmählich in Rossinis besonderen Stil und Humor sowie in Ponnelles punktgenaue Interpretation ein, spannten einen immer spritzigeren Bogen von der noch etwas steif wirkenden Ouvertüre bis zu dem gelassenen Schluss-Rondo der Angelina „Nacqui all’affanno… Non più mesta“. Die sechs überwiegend jüngeren Solisten tragen die Fackel des Belcanto weiter, allen voran die in Venedig geborene Mezzosopranistin Miriam Albano, Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, als strahlende Cenerentola, und Juan José de Léon in der gleichfalls virtuosen Tenor-Partie des Don Ramiro. Erwähnt werden müssen außerdem der Bassist Günes Gürle, Ensemblemitglied der Rheinoper, als Parlando-Meister, pardon: aufgepumpter Vater Don Magnifico, und der von Patrick Francis Chestnut gut vorbereitete Herrenchor der Rheinoper. Dank der Gesamtleitung von Maestro Antonino Fogliani klingen auch die Duisburger Philharmoniker klar und geistvoll.

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Es gibt noch Karten für die beiden weiteren Vorstellungen am Mittwoch, 9. Januar, um 19.30 Uhr, und am Sonntag, 13. Januar, um 18.30 Uhr, am einfachsten im Internet unter karten@theater-duisburg.de.

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