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Duisburg: Nun hat auch Ruhrort einen Runden Tisch

Duisburg : Nun hat auch Ruhrort einen Runden Tisch

Mit vereinten Kräften soll viel für den Stadtteil bewegt werden. Dabei sind auch das Stadtentwicklungs- und das Bildungsdezernat, die Gebag und Geschäftsleute und Kreative aus Ruhrort.

"Runde Tische" zur Zusammenarbeit zwischen gesellschaftlichen Einrichtungen und Bürgern gibt es einige in Duisburg. Jetzt ist ein neuer hinzugekommen: Der "Runde Tisch Ruhrort". Entstanden ist er aus einer Arbeitsgruppe im Kreativkreis Ruhrort, der sich mit Leerstand und seiner Beseitigung im Stadtteil beschäftigt hatte. "Doch außer der akribischen Ermittlung von gewerblichem Leerstand mittels eines ausgetüftelten Erfassungsbogens und deren anschließende Katalogisierung sowie dem desaströsen Versuch, rund 40 Immobilienbesitzer zu einem Treffen einzuladen, zu dem sich allerdings keiner zurückmeldete, blieb das lobenswerte Bemühen der Arbeitsgruppe erfolglos", erzählt Markus Schürmann, Sprecher des "Runden Tisches".

Vier Mitglieder davon, darunter auch er, verfolgten zielstrebig die Idee nach einem Runden Tisch, der nun im Gemeindehaus des Kreativquartiers Ruhrort gegründet wurde. Mitglieder sind bislang das städtische Stadtentwicklungsdezernat und das Kulturdezernat, die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Gebag und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, die Firma Haniel und das Diakoniewerk Duisburg, der Ruhrorter Bürgerverein und der Verein Maritimes Ruhrort, die Kulturwerft Ruhrort und das Lokal Harmonie sowie der Kreativkreis und sein Kompetenzteam Ruhrort.

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"Durchaus denkbar", so Schürmann, "dass noch weitere Mitglieder dazukommen. Ich denke da beispielsweise an das Amt des Bezirksbürgermeisters. Denn der ist schließlich von den Bürgern gewählt." Ein wichtiger Ruhrort-Player fehlt ebenfalls noch: Duisport. "Natürlich haben wir die Duisburger Hafen AG und ihren Vorstandsvorsitzenden Erich Staake eingeladen mitzumachen, doch dieser hat absagen lassen. Es ist sehr bedauerlich." Wenn im Februar die nächste Sitzung ansteht, stünde zunächst einmal die Formulierung der Ziele auf der Tagesordnung, so Schürmann.

"Doch es sollten nicht allzu viele sein, um sich nicht zu verzetteln." Schürmann weiter: "Auf der Agenda ganz oben stehen darüber hinaus die Themen Mercatorinsel, historischer Werfthafen und Eisenbahnbassin sowie Denkmalschutz und Denkmalpflege in Ruhrort." Sogenanntes Netzwerken zwischen Bürgerbewegung und Kulturszene des Stadtteils einerseits und Politik, Verwaltung und Wirtschaft andererseits sei ebenso ein wichtiges Thema. "Dafür wäre es sinnvoll, mittelfristig - wenn nicht sogar schon früher - einen 'Netzwerkmanager' für den 'Runden Tisch' im Kreativquartier Ruhrort zu implementieren.

" Keine Konkurrenz gegenüber dem städtebaulich ausgerichteten neuen "Runden Tisch" seien die "Round Tables" der "Kreativ.Quartiere" vom "European Centre for Creative Economy" (ECCE), die einem kultur- und kreativwirtschaftlichen Auftrag nachgingen.

(RP)