Duisburg: Nicht genug Geld für Spielplätze

Duisburg : Nicht genug Geld für Spielplätze

Schaukeln, Rutschen und weitere Geräte sollen im kommenden Jahr aufgemöbelt werden. An 43 Spielplätzen im Süden kann 2018 allerdings nichts gemacht werden.

32.500 Euro - das klingt zunächst einmal wie eine Menge Geld. Allerdings kommt das naturgemäß sehr darauf an, wofür diese Summe aufgewendet werden soll und kann. Im konkreten Fall steht sie dem Bezirk Süd zu, um seine Spielplätze zu sanieren. Davon allerdings gibt es im Duisburger Süden 45 Stück in der Verantwortung der Wirtschaftsbetriebe - und davon dürften im kommenden Jahr gerade einmal zwei buchstäblich aufgemöbelt werden. Beide befinden sich in Rahm. Das sind die Pläne:

In Rahm-West gibt es bislang einen Bolzplatz. Und weil das auch so bleiben soll, steht eine Überarbeitung des Spielfeldes an, da die Asphaltfläche stellenweise kaputt ist. Die Kosten für die Reparatur werden auf 15.000 Euro geschätzt.

Am Bolzplatz Am Böllert wird das Spielfeld überarbeitet. Foto: Jörg Schimmel

Am Steinwerth sorgen bislang eine Spielkombination mit Rutsche und eine Doppelschaukel für Spielspaß bei den Kleinen. Die Schaukel soll nächstes Jahr ersetzt werden. Außerdem soll der gesamte Bereich überplant werden: Das Spielangebot soll ergänzt, der Sandspielbereich verbessert werden. Genauere Planungen dazu gibt es bisher noch nicht. Der geschätzte Kostenpunkt beträgt 17.500 Euro.

Der dritte Spielplatz auf der Liste befindet sich an der Kreuzung Am Rahmer Bach/Walter-Schönheit-Straße. Die Wirtschaftsbetriebe haben in diesem Fall Hinweise von Anwohnern bekommen, die sich eine Überarbeitung der Anlage wünschen. Schön dürfte sie allerdings nicht noch 2018 werden, denn das Budget für den Duisburger Süden ist mit den beiden Plätzen Am Böllert und Am Steinwerth schon aufgebraucht. Allerdings steht er als mögliche Alternative auf dem Plan. Kommt er zum Zuge, könnte er für 15.000 Euro verbessert werden.

Nur Alternative: der Platz Am Rahmer Bach/Walter-Schönheit-Straße. Foto: Jörg Schimmel

Der Spielplatz Lindauer Straße/Norbert-Spitzer-Straße ist der einzige auf der Sanierungsliste, der nicht im Stadtteil Rahm liegt: Die Ausstattung bisher: ein Sandspielbereich mit Sandtischen, Sandbagger und sogenannten Federwippgeräten; außerdem gibt's ein sogenanntes Raumnetz zum Klettern und eine Wippe. Auch dieser Platz ist auf der Sanierungsliste für das kommende Jahr allerdings lediglich als Alternative vorgesehen, steht also für 2018 erstmal nicht auf dem Plan. Wird das vorhandene Spielangebot doch erweitert, soll das 15.000 Euro kosten.

Die Entscheidung, welche Spielplätze saniert werden, treffen die Wirtschaftsbetriebe in Absprache mit dem Jugendamt. Grundlage dafür sind zum Beispiel Schadensmeldungen der Spielplatzkontrolleure oder der kinder- und jugendpolitische Bedarf. Die Bezirksvertretung kann anregen, statt der vorgeschlagenen Plätze solche zu verbessern, die nur als Alternative aufgelistet sind. In der vergangenen Sitzung haben die Politiker die Vorlage allerdings ohne Diskussion einstimmig beschlossen.

Nur der Platz Lindauer Straße/ Norbert-Spitzer-Platz liegt nicht in Rahm. Foto: Jörg Schimmel

Die Entscheidung trifft am 10. November der Jugendhilfeausschuss.

(RP)
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