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Duisburg: Neues Wählerbündnis um Michael Rubinstein

Duisburg : Neues Wählerbündnis um Michael Rubinstein

Michael Rubinstein möchte mit seinem neu gegründeten Wählerbündnis "Duisburgerschaft" bei der Kommunalwahl 2014 eine Rolle spielen. Dem Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde, der bei der Oberbürgermeisterwahl 2012 als unabhängiger Kandidat scheiterte, fehlt es in der Stadt vor allem an Transparenz.

Ziel des Wahlbündnisses soll es daher sein, Stadtpolitik für die breite Masse erfahrbar zu machen. "Wir wollen die Interessen der Bürger der etablierten politischen Landschaft gegenüber vertreten und ihnen eine gemeinsame Stimme geben", so Rubinstein. Um das zu erreichen, will das Wählerbündnis in den nächsten Monaten gezielt auf engagierte und fachkompetente Bürger zugehen und sie für die "Duisburgerschaft" gewinnen. "Uns ist es sehr wichtig, dass wir nicht als Sprachrohr der latent Unzufriedenen verstanden werden", beschreibt der ehemalige OB-Kandidat die Idee hinter dem Bündnis. "Wir wollen Antworten auf die Fragen finden, die die Bürger bewegen, konstruktiv sein und mögliche Lösungen aufzeigen." Hauptkritikpunkt der "Duisburgerschaft" an der bestehenden politischen Landschaft in der Stadt ist das Verhalten der Parteien, das sich primär durch die Wahrung von Eigeninteressen auszeichne, so Rubinstein. Die Wahrung des Bürgerinteresses stehe viel zu oft hinten an.

Das Konzept des Wählerbündnisses basiert auf einer Zwei-Säulen-Strategie. Im ersten Schritt wolle man die Kräfte bündeln und die fachkompetente Bürgerschaft in der "Duisburgerschaft" vereinen, erläutert Holger Knörr, der zweite Vorsitzende der Wählergruppe. "Mit dieser gebündelten Fachkompetenz wollen wir dann im zweiten Schritt stadtweit bei der Kommunalwahl 2014 antreten und ein starkes Mandat erringen." Sollte man damit Erfolg haben, so der selbstständige Unternehmer, könne man Druck auf die etablierten Parteien ausüben und sie zu mehr Transparenz bewegen.

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Im Moment gehören dem Wählerbündnis genau sechs Personen an — bei 37 Ratswahlbezirken. Will man für jeden Bezirk einen Kandidaten aufstellen, gibt es also noch einiges zu tun. "Das Vorhaben ist ambitioniert, dass wissen wir", so Rubinstein. "Ich glaube aber, dass wir das schaffen."

(RP/rl)