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Duisburg: Neues VW-Logistikzentrum vorgestellt

Duisburg : Neues VW-Logistikzentrum vorgestellt

Mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft wurde gestern das neue Volkswagen-Logistikzentrum am Duisburger Hafen eingeweiht. In dem "Export-Hub" mit 24 000 Quadratmetern Fläche entstehen bis zu 230 neue Arbeitsplätze.

Mit einem Festakt wurde gestern auf dem Hafengelände in Kaßlerfeld das neue Logistikzentrum für Volkswagen eingeweiht. Die 24 000 Quadratmeter große, hochmoderne Halle mit zehn Metern Deckenhöhe und 25 riesigen Zufahrtstoren für Lkw wird in Kooperation mehrerer Partner betrieben. Der Immobilienkonzern Goodman übernahm das Projektmanagement für den Bau, der in nur acht Monaten fertiggestellt werden konnte. Volkswagen ist Mieter der Halle, in der das Unternehmen Syncreon als Dienstleister die Logistik für den Wolfsburger Autohersteller abwickeln wird. Duisport stellt den Transport sicher.

Noch lässt sich kaum erahnen, wie viel Betriebsamkeit ab dem 1. April, dem offiziellen Startschuss, in dem Neubau herrschen wird. In den deckenhohen Regalen werden dann 4000 verschiedene Autoteile lagern, um in Kisten verpackt und schließlich in die außereuropäischen Werke von VW verschickt zu werden. Neben Elementen für die regulären VW-Modelle werden auch Einzelteile für "Exoten", wie den VW Gol, der nur für den lateinamerikanischen Markt hergestellt wird, im neuen Logistikzentrum lagern. Ab April werden zunächst 25, später 100 Großcontainer täglich bepackt.

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Astrid Lühring, Leiterin Internationale Logistik Material der Volkswagen AG, ließ die Entwicklungsphase Revue passieren: "Vor zwei Jahren haben wir uns mit der Lieferantenstruktur auseinandergesetzt und kamen zu der Entscheidung, dass das Ruhrgebiet ökonomisch und ökologisch ein guter Standort wäre". Ohne zunächst einen konkreten Standort im Blick zu haben, schrieb der Automobilhersteller die Immobilie aus. Duisport setzte in der Folge alles daran, das Unternehmen nach Duisburg zu holen. "Alles begann mit einem Besuch von Audi- und VW-Mitarbeitern auf Standortsuche. Audi ist ja schon auf Logport II angesiedelt, für VW war dort keine Fläche mehr vorhanden", so Erich Staake. Auch das Grundstück, auf dem das Logistikzentrum jetzt beheimatet ist, stand ursprünglich nicht zur Verfügung. "Es war für ein anderes großes Projekt vorgesehen. Aber wir haben umstrukturiert und damit die Grundlage gelegt", sagte der Vorstandsvorsitzende der Duisburger Hafen AG. Nach der Erteilung der Baugenehmigung durch die Stadt Duisburg begann das Bielefelder Hochbauunternehmen Goldbeck mit dem Bau der Halle, die von 20 Lkw- und über 100 Pkw-Parkplätzen umgeben ist.

"Ich bin sehr froh, dass wir das gemeinsame Projekt haben realisieren können", sagte Jordan Croynen, Director Germany der Goodman Germany GmbH. Damit sei man endlich auch an "einem der wichtigsten logistischen Drehkreuze" vertreten. Das Immobilienunternehmen habe grundsätzlich nur ein Interesse an nachhaltigen Projekten, so Croynen. Wichtig seien ein guter Standort, starke Partner und eine gute Bausubstanz. "Diese Faktoren finden wir hier vor", lobte er.

Oberbürgermeister Sören Link zeigte sich insbesondere erfreut darüber, dass durch Ansiedlung des VW-Logistikzentrums 230 neue Arbeitsplätze in Duisburg geschaffen werden. "Das ist ein Faktor, den man im Ruhrgebiet in Zeiten des Strukturwandels nicht unterschätzen darf", so der OB. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit wolle man Sorge dafür tragen, dass die Mitarbeiter pünktlich zur Verfügung stehen werden. Auch wenn offizieller Startschuss für die Betriebsaufnahme erst im kommenden Monat ist, weihten Astrid Lühring, Erich Staake, Sören Link sowie Syncreon-Chef Michael Neumann und Jordan Corynen das Zentrum gestern schon einmal symbolisch ein. Gemeinsam bepackten sie die erste Versandeinheit, eine große Kiste, mit Autoteilen, darunter Radioblenden und Klimaanlagenelemente. Die neuen Beschäftigten werden sicher deutlich schneller arbeiten. Schließlich sollen 1,8 Millionen Packstücke abgewickelt werden.

(RP)