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Duisburg: Neues Opern-Team für junges Publikum

Duisburg : Neues Opern-Team für junges Publikum

Bei der Vermittlung von Musiktheater für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gehört die Rheinoper zu den ersten Adressen in Deutschland. Dank eines Mäzens wird dieser Bereich nun nochmals verstärkt.

Nur in Zürich und Berlin, demnächst wohl auch noch in Stuttgart setzt sich die "Oper" ähnlich stark für das junge Publikum ein wie an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. In der vergangenen Spielzeit erreichte sie, so sagte es gestern Generalintendant Professor Christoph Meyer, 36 000 Menschen, die jünger als 25 Jahre sind. Nun wird dieses Engagement nochmals verstärkt: Ab sofort arbeitet ein neues dreiköpfiges Team für die "Abteilung Junges Publikum an der Deutschen Oper am Rhein". Anna-Mareike Vohn (Leitung), Krysztina Winkel und Anja Fürstenberg übernehmen ab sofort die Arbeit von Karoline Philippi und Maike Fölling, die Meyer als "sehr erfolgreich" lobte. Seit der Spielzeit 2009/10, in der Christoph Meyer die Leitung der Rheinoper übernommen hatte, produziert die Theatergemeinschaft jedes Jahr eine neue Familienoper für die großen Bühnen in Duisburg und Düsseldorf: Nach Frank Schwemmers "Robin Hood" und den Märchenopern "Der Gestiefelte Kater", "Die Nachtigall" und "Die Prinzessin auf der Erbse" stand in der vergangenen Spielzeit die erste Uraufführung auf dem Programm: "Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte" handelte die Geschichte von Martin Balscheit zur Musik von Marius Felix Lange.

 In einer neuen Einstudierung steht in der aktuellen Spielzeit die "Zauberflöte für Kinder" auf dem Programm. Eine Aufführung gibt es etwa am Freitag, 24. Oktober, um 11 Uhr.
In einer neuen Einstudierung steht in der aktuellen Spielzeit die "Zauberflöte für Kinder" auf dem Programm. Eine Aufführung gibt es etwa am Freitag, 24. Oktober, um 11 Uhr. Foto: Frank Heller
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Für die aktuelle Spielzeit wird es wieder eine Auftragsoper geben. Erstmals konnten die begehrten Rechte zur Vertonung von Astrid Lindgrens "Ronja Räubertochter" erworben werden. Die Uraufführung wird am 26. Februar 2015 im Theater Duisburg sein. Jörn Arnecke ist der Komponist, Holger Potocki schrieb das Libretto nach dem berühmten Kinderbuch, das bereits als Schauspiel, Musical und Film adaptiert worden ist. Möglich wurde dieser Coup, weil die Rheinoper mit den Theatern Bonn und Dortmund zusammenarbeitet. Neben den Opern für die großen Bühnen, zu denen auch der Familienklassiker "Hänsel und Gretel" gehört, bringt die Rheinoper regelmäßig Produktionen für das Opernfoyer heraus, bei denen die Akteure dem jungen Publikum zum Greifen nahe kommen. Am Freitag, 24. Oktober, 11 Uhr, steht zum Beispiel die beliebte "Zauberflöte für Kinder" auf dem Programm, aber in einer neuen Einstudierung.

In den vergangenen Jahren hat die Rheinoper eine Vielzahl von Vermittlungsangeboten etabliert. So erreichten die Musiktheaterpädagoginnen seit der Spielzeit 2009/10 rund 24 000 Schüler in 952 Workshops. Die Nachfrage nach diesen Workshops steige stetig.

Für Lehrer werden seit einiger Zeit Lehrermappen zur Unterrichtsvorbereitung entwickelt und verschickt. Lehrern werden außerdem ein Lehrer-Infobrief, der kostenlose Besuch von Generalproben und weiterbildende Workshops angeboten. Ziel sei dabei, nicht nur den Kreis der opern-interessierten Lehrer (darunter nicht nur Musiklehrer, sondern auch Deutsch- und Sportlehrer) zu erweitern, sondern auch den Austausch mit ihnen so zu gestalten, dass die "Qualität der musikpädagogischen Arbeit ständig weiterentwickelt wird", so Anna-Mareike Vohn.

Im Angebot stehen auch Führungen speziell für Eltern mit ihren Kindern im Duisburger Theater. Neben diesen Familienführungen gibt es kindgerechte Einführungen zu den Familienopern und einen Familien-Infobrief. Besondere Aufmerksamkeit verdient der "Kinderchor am Rhein", der 2009 von Karoline Philippi gegründet wurde. Er probt seit dieser Spielzeit unter der neuen Leitung von Sabina López Miguez in Duisburg.

Seit kurzem gibt es die "Operntester", das sind Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die ihre Eindrücke und Einschätzungen online wiedergeben, ähnlich wie die Opernscouts der Rheinischen Post, für die es keine Altersbegrenzung gibt.

(RP)