Duisburg: Neues Hörsaalzentrum mit 1050 Plätzen

Duisburg : Neues Hörsaalzentrum mit 1050 Plätzen

Zum Semesterbeginn im kommenden April will die Uni Duisburg-Essen auf dem Campus in Neudorf zwei komplett neue Hörsäle eröffnen. Die Sanierung des alten Audimax war bereits im vergangenen Herbst abgeschlossen worden.

Eigentlich hätte das neue Hörsaalzentrum auf dem Duisburger Campus der Universität Duisburg-Essen (UDE) schon im vergangenen Oktober nach nur einem Jahr Bauzeit fertig sein sollen, doch der strenge Winter 2012/13 machte den Planern einen Strich durch die Rechnung. Nun ist die Fertigstellung für Ende März / Anfang April anvisiert. Derzeit laufen die Arbeiten, die die Inbetriebnahme im technischen Bereich vorbereiten sowie die üblichen Restarbeiten in den einzelnen Gewerken.

Und was die Technik anbelangt, so hat das neue Hörsaalzentrum so einiges zu bieten: Neben Steckdosen in den Sitzreihen und flächendeckendem W-LAN-Zugang sind die beiden neuen Hörsäle (850 und 200 Sitzplätze) mit einer Induktionsanlage ausgestattet, die eine Kopplung mit Hörgeräten ermöglicht und Nebengeräusche ausblendet. Das neue Gebäude ist nach den Auflagen der Landesbauordnung barrierefrei, und Sehbehinderte können den Weg mit Hilfe eines Bodenstreifens finden sowie an taktilen Schildern die Raumnummern ertasten. Beide Hörsäle sind neben Beamern, die von einem Medienpult aus bedient werden können, zusätzlich mit riesigen herkömmlichen Tafeln ausgestattet. Und auch optisch weiß das neue Gebäude zu überzeugen: Mussten vergangene Studentengenerationen an der Lotharstraße noch in mit dunklem Holz vertäfelten Hörsälen büffeln, so dürfen sie jetzt in hellen, in Grau- und Orangetönen gehaltenen Räumlichkeiten platznehmen. Sogar bequeme Rückenpolster hat die neue Bestuhlung zu bieten. Auch im Innenbereich wurde die aus Lärchenholz gefertigte Außenverkleidung optisch und architektonisch aufgegriffen. Völlig neu ist ebenso, dass die Türen zu den Hörsälen gläserne Sichtverbindungen haben. Weitere Fenster haben jedoch auch diese beiden Hörsäle nicht. Das Foyer, das den Eingangsbereich des neuen Gebäudes bildet und die beiden neuen Auditorien verbindet, bietet Platz für Veranstaltungen. Es ist für eine Bestuhlung mit 200 Plätzen zugelassen.

Rund 9,3 Millionen Euro hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW in den Neubau investiert, eine Million wird von der UDE bezuschusst. Die Bruttogeschossfläche beträgt 2500 Quadratmeter und der umbaute Raum 18 000 Kubikmeter. Bei allen technischen Einrichtungen sind die aktuellsten Richtlinien und Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) berücksichtigt worden.

(RP)
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