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Duisburg: Neues Büro für Oberbürgermeister Sören Link

Duisburg : Neues Büro für Oberbürgermeister Sören Link

Oberbürgermeister Sören Link hat gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt sein Büro im Rathaus am Burgplatz modernisieren lassen. Insgesamt hat die Maßnahme mehr als 40.000 Euro gekostet.

Karl Jarres lenkte vor der Nazizeit von dem Eichentisch aus als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt Duisburg. Seine Nachfolger hielten ebenfalls an dem guten Stück fest. In seinem ersten Amtsjahr arbeitete auch Sören Link an dem historischen Tisch, an den er lediglich einen neuen Bürostuhl rückte. Doch jetzt hat er sein Büro neu eingerichtet — für mehr als 40.000 Euro.

Als seine sozialdemokratische Parteifreundin Bärbel Zieling vor gut zwei Jahrzehnten das Spitzenamt im Rathaus übernahm, räumte sie das historische Möbelstück zur Seite und ließ sich einen hochmodernen Arbeitstisch aus Stahl mit Glas ins getäfelte und mit Parkett ausgelegte Dienstzimmer rücken. Ihr Nachfolger Adolf Sauerland hingegen betrachtete es als große Ehre, seinen Laptop auf den Tisch zu legen, an dem städtische Geschichte geschrieben worden war und seine Besucher am alten Konferenztisch auf alten Stühlen sitzen zu lassen.

Ein Jahr nach Amtsantritt sieht das bei Sören Link offenbar ganz anders aus. Funktionale Möbel sind es, die auf dem frisch abgeschliffenen Parkett nun stehen — weiß und modern, der Schreibtisch passend zum Konferenztisch, die Stühle schwarz mit Stahlbeinen. Die Wandvertäfelung wird durch Glaselemente verhängt. Da das Büro des Oberbürgermeisters unter Denkmalschutz stehe und mit umlaufenden Holzvertäfelungen ausgestattet ist, habe es bislang keine Möglichkeit gegeben, Bilder, Pläne oder Arbeitsmaterialien aufzuhängen. Dieses Problem wurde mittels der Glaswände gelöst, die durch Gummihalterungen bestückbar sind. Alle Arbeiten wurden mit denkmalschutzrechtlicher Erlaubnis durchgeführt und sind reversibel. In die historische Bausubstanz wurde nicht eingegriffen.

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"Zusätzlich bringen die hellen Paneele Verbesserungen bezüglich der Helligkeit des Büros, welches durch die dunkle Vertäfelung viel Licht schluckt", erklärt dazu das Presseamt, das den Oberbürgermeister wie folgt zitiert: "Die Einrichtung im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters stammte größtenteils noch aus den Fünfziger Jahren. Damals diktierte der OB seine Briefe einer Sekretärin, die mitstenografierte. Heute gibt es deutlich andere Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz, die einfach nicht erfüllt waren. Hinzu kommt, dass mein Büro die Hälfte des Tages als Besprechungszimmer genutzt wird, in dem ich auch externe Gäste empfange. Das hat natürlich auch repräsentativen Charakter." Der alte Schreibtisch wurde übrigens ins Stadthistorische Museum verfrachtet.

(RP)