Duisburg: Neuer Radweg ist fertig

Duisburg: Neuer Radweg ist fertig

Ohne jegliche Barrieren gelangen Radfahrer, Spaziergänger und Rollstuhlfahrer jetzt von Oestrum bis an den Rhein. Der neue Rad- und Wanderweg auf der Diergardttrasse war der letzte Schritt in einem ganzen Maßnahmepaket.

Der neue Rad- und Wanderweg auf der ehemaligen Diergardttrasse zwischen der Essenberger Straße im Bereich der Pelles-Kurve und der Deichstraße ist fertig. Der Bau des zirka ein Kilometer langen Weges war der letzte Schritt eines ganzen Maßnahmepakets, in dessen Zuge ein insgesamt 5,5 Kilometer langes Rad- und Wanderwegenetz in Rheinhausen barrierefrei ausgebaut wurde. Finanziert wurde die 623 000 Euro teure Maßnahme mit Mitteln als dem Konjunkturpaket II.

Geländer zum Schutz

Zuletzt waren auf dem alten Bahndamm an der Essenberger Straße zirka 2800 Kubikmeter Boden umgelagert und eine Rampe angelegt worden. "Um zu verhindern, dass die Straße im gefährlichen Kurvenbereich überquert wird, haben wir auf der Westseite ein Schutzgeländer aufgestellt", so Volker Heimann, Abteilungsleiter im Amt für Umwelt und Grün. Den Weg auf der Ostseite habe man ein kleines Stück in Richtung Fußgängerampel "gezogen", um sicherzugehen, dass die Essenberger Straße auch wirklich nur an der Ampel gekreuzt werde.

Radfahrer und Spaziergänger, aber auch Rollstuhlfahrer gelangen nun ohne Hindernisse aus Richtung Oestrum an den Rhein. Von der Deichstraße aus können sie sich entweder weiter in Richtung Homberg und Baerl halten. Oder sie orientieren sich in südliche Richtung. Auch dort gibt es nun keine Barrieren mehr. Denn seit Juli 2009 sind sowohl der gut ein Kilometer lange Weg auf der ehemaligen Werksbahntrasse entlang des Hochufers zwischen der Kruppschen Halde an der Rheingasse und der Brücke der Solidarität als auch das komplette Wegesystem im Rheinuferpark barrierefrei ausgebaut worden.

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Die Gleise auf der ehemaligen Werksbahntrasse, die lediglich mit Schotter aufgefüllt waren, wurden entfernt und die Wege komplett mit einer so genannten "wassergebundenen Wegedecke" versehen. Dieser relativ feine Schotter, der auch mit dem Rollstuhl oder Rollator gut zu befahren ist, ziert nun auch alle übrigen Wege im Rheinuferpark.

Unfallträchtige Stellen beseitigt

Und auch der Zugang zum Park wurde erleichtert: Die Anschlüsse an den Straßen sind nun mit rauem Natursteinpflaster oder genoppten Pflastersteinen versehen, die dafür sorgen, dass Menschen mit einer Sehbehinderung die Übergänge mit ihrem Stock ertasten können. Die unfallträchtigen und für Behinderte bislang unzugänglichen Rampen an der Deichstraße und Ecke Rheingasse / Deichuferweg wurden komplett erneuert und barrierefrei ausgebaut.

Und: Radwanderer, die auf dem "Erlebnisweg Rheinschiene" unterwegs sind, müssen nicht mehr den für sie unübersichtlichen Kreisverkehr an der Brücke der Solidarität überqueren, sondern können durch den Tunnel fahren. Dieser Weg war in der Vergangenheit bei Regenwetter oftmals nicht befahrbar, weil sich dort Wasser ansammelte.

(RP)
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