1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Neuer Papst gefällt durch seine Bescheidenheit

Duisburg : Neuer Papst gefällt durch seine Bescheidenheit

Die Duisburger Geistlichen haben ein sehr gutes erstes Bild von dem neuen Oberhaupt der katholischen Kirche.

Stadtdechant Bernhard Lücking hielt in der Kirche St. Elisabeth in Walsum im Abendgottesdienst die Fastenpredigt, als er Mittwochabend von der Wahl des neuen Papstes erfuhr. "Die Menschen haben sich gefreut. Und wir haben schon für den neuen Papst gebetet", sagt Lücking. Nach dem Gottesdienst sah er sich dann im Fernsehen die Aufzeichnung des ersten öffentlichen Auftritts des Heiligen Vaters an. "Die Schlichtheit und Einfachheit haben sehr bewegt und angerührt." Der Stadtdechant freut sich über die Wahl des Argentiniers und auch über dessen Namenswahl. "Das hat in mir eine bestimmte Erwartung geweckt." Der Name Franziskus zeuge von einem gelebten Evangelium in der direkten Nachfolge Jesu Christi.

Während Lücking also in der Kirche war, besuchte Roland Winkelmann, Pfarrer der Groß-Pfarrei St. Judas Thaddäus im Duisburger Süden, gerade eine Kirchenvorstandssitzung, als einer der Teilnehmer erklärte, der neue Papst sei gewählt. "Danach haben wir die Sitzung ein wenig beschleunigt", sagt Winkelmann. Und so konnte er am heimischen Fernseher noch live den Auftritt des neuen Oberhaupts der katholischen Kirche mitverfolgen.

  • Fotos : Der erste Tag im Amt von Franziskus
  • Pressestimmen zum neuen Papst
  • Porträt : Das ist Papst Franziskus

"Ganz menschlich, sympathisch und bescheiden hat er auf mich gewirkt", sagt Winkelmann. Jetzt müsse man ihm die Chance geben, ins Amt hineinzukommen. Er könne sich aber vorstellen, dass man von diesem Papst noch einiges Interessante erwarten könne, nicht zuletzt auch aufgrund seiner Namenswahl und seines bisherigen einfachen Lebensstils.

Wie in vielen Teilen der Welt herrschte auch in Homberg Verwunderung über das neue Kirchenoberhaupt. "Ich war ziemlich überrascht und kannte ihn gar nicht", schildert Stefan Ricken. Umso positiver hat der Diakon in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes Homberg den ersten Auftritt von Jorge Mario Bergoglio empfunden: "In seinem bescheidenen Auftreten, gerade auch hinsichtlich der Wahl seiner Kleidung, hat er sich von vielen Vorgängern unterschieden. Das war sehr angenehm."

Ricken gefällt eine weitere Eigenschaft: "Er wurde früher Kardinal der Armen genannt. Das ist für mich als Diakon eine enorme Ermutigung." Ricken glaubt daher, dass Franziskus kein "König an der Spitze, sondern ein Diener" sein wird.

(RP)