Neue Zahlen der IHK: Der Wirtschaft am Niederrhein geht es gut

Niederrheinische Industrie- und Handelskammer : Neue Zahlen: Der Wirtschaft am Niederrhein geht es gut

(jlu) Die Niederrheinische IHK hat mit dem Statistikbericht „Der Niederrhein in Zahlen“ Daten und Fakten zur Entwicklung der Wirtschaft in der Region zusammengetragen. So erwirtschafteten die Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe, Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden 2018 über 22 Milliarden Euro Umsatz.

Die Industrieprodukte aus der Region seien über die Landesgrenze hinaus sehr gefragt, heißt es weiter in dem Bericht. In Duisburg wurde etwa ein Drittel des gesamten Umsatzes im Ausland erzielt, in den Kreisen Wesel und Kleve sogar rund die Hälfte. Besonders hoch sind die Exportquoten bei den Chemie- und Maschinenbaubetrieben mit jeweils rund 66 Prozent.

Doch der Handelsstreit, drohende Strafzölle aus den USA und der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU ohne gültiges Handelsabkommen bedrohten das Auslandsgeschäft der Unternehmen, sagt Friederike-Sophie Niemann von der IHK. „Der freie Handel ist die Basis für Wachstum und Wohlstand, deshalb brauchen wir schnellstmöglich Lösungen, die den Betrieben langfristig Sicherheit geben“, so die Konjunktur- und Statistikexpertin.

Auch der Arbeitsmarkt am Niederrhein entwickelte sich 2018 gut. Die Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter wuchs im September 2018 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 420.000, wohingegen die Arbeitslosenquoten in Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve weiter sanken. Beim Thema Arbeitslosigkeit zeigt sich nach wie vor eine Zweiteilung am Niederrhein: Während die Kreise Wesel und Kleve aktuell mit rund sechs beziehungsweise fünf Prozent unter dem NRW-Durchschnitt von 6,5 Prozent liegen, wird dieser in Duisburg mit einer Arbeitslosenquote von elf Prozent deutlich übertroffen.

Für Geschäftsreisende wie auch für Touristen stellt der Niederrhein zudem weiter eine attraktive Reiseregion dar. Die Anzahl der Übernachtungen steigt: Im letzten Jahr beliefen sie sich in Duisburg auf über 560.000, im Kreis Wesel auf über 820.000 und im Kreis Kleve auf über 920.000. insgesamt verbuchten die verbuchten die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze in Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve im letzten Jahr 2,3 Millionen Übernachtungen.

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