Duisburg: Neue Spur in den Süden

Duisburg: Neue Spur in den Süden

Der Verkehr auf der A59 in Richtung Düsseldorf fließt seit gestern am Bahnhof auf neu asphaltierten Fahrspuren. Die fertiggestellten Stützwände geben einen ersten Eindruck vom Mercatortunnel.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verändert sich Duisburgs Gesicht am Bahnhof stetig. Wo vor rund 50 Jahren noch die Straßenbahnen fuhren, brausen heute die Autos über die A59. Seit gestern bietet sich dort für die Vorbeifahrenden wieder ein neuer Anblick. Bereits im April 2009 wurde der erste Spatenstich zum Ausbau der Autobahn getätigt. Seit fast einem Jahr herrscht seitdem ununterbrochen Baustellenatmosphäre zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Ausfahrt Wanheimerort. Nun können in Fahrtrichtung Süden erstmals zwei neue provisorische Fahrspuren benutzt werden, währen die bisher genutzten gesperrt sind und als nächste erneuert werden.

Mittelwände im Sommer

Deutlich sind jetzt schon die Betonwände rechts und links in Höhe des Hauptbahnhofes zu erkennen, die wie berichtet als Stützen für den geplanten 300 Meter langen Mercatortunnel dienen werden. "Die Wände an der Seite sind fertig, deswegen konnten wir den Verkehr an die Seiten der Autobahn leiten", so der zuständiger Projektleiter der Autobahnniederlassung Krefeld, Peter Belusa.

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Als nächstes steht der Bau der so genannten Wandscheiben in der Mitte der Autobahn an. "Damit wird so bald wie möglich begonnen, so dass im Juli oder August der zukünftige Tunnel mit Betonplatten abgedeckt werden kann." Noch ist nicht ganz klar, wie man verfährt, um den Verkehr so wenig wie möglich zu belasten. Eine Lösung wären nächtliche Vollsperrungen.

Peter Belusa und sein Team sind besonders stolz darauf, dass sie trotz des ungewöhnlich kalten Winters immer noch im Zeitplan liegen: "Wir haben vier Wochen nicht betonieren können. Statt dessen haben wir aber andere, witterungsunabhängige Arbeiten erledigt." Mit Staus und zäh fließendem Verkehr im Bereich der Baustellen müssen Autofahrer allerdings noch bis Ende 2012 rechnen. Das liegt vor allem daran, dass die A59, die an dieser Stelle bekanntlich mitten durch die Innenstadt führt, zu Stoßzeiten die am stärksten belastete Autobahn in NRW ist.

Mehr historische Fotos von der Innenstadt unter www.rp-online.de/duisburg

(RP)