Duisburg: Neue Schau im Museum Stadt Königsberg

Duisburg : Neue Schau im Museum Stadt Königsberg

Mit einer Wechselausstellung zu den Selbstkrönungen der Könige Friedrich I. (1701) und Wilhelm I. (1861) schloss das Museum Stadt Königsberg den Aufbau einer umfassenden Dauerausstellung zur Geschichte und zur Kultur der Stadt Königsberg (Pr) sowie zu ihren großen Persönlichkeiten ab.

In allen Ausstellungsbereichen weist die Ausstellung interessante zeitgeschichtliche Exponate auf, die einen Besuch im Museum lohnend machen. In der Wechselausstellung können die Besucher 300 Jahre alte, großformatige Original-Radierungen zur Krönung betrachten.

Ein Exemplar des Schwarzen Adlerordens, 1701 gestiftet, liegt ebenso aus wie z. B. ein silberner Schlüssel vom Schloss aus der Zeit des "Soldatenkönigs "Friedrich Wilhelms I. (1713). Dazu kommen zwei zur Krönung gefertigte Glaspokale, ferner mehrere Porträts des Königs und aus seiner Zeit eine Karte des damaligen Preußens, das auch Territorien am Niederrhein hatte, ebenfalls mit seinem Porträt.

Zu Wilhelm I. verfügt das Museum über 150 Jahre alte großformatige Bücher, die mit Texten und zahlreichen Bildern die zweite Krönung in der Schlosskirche festhalten. In einer Vitrine sind Einladungskarten zu den Festveranstaltungen, die Menükarte zum Krönungsmahl, weiteres Bildmaterial, Münzen und Medaillen, ein Abendmahlslöffel aus dem 16. Jahrhundert, bis 1945 in der Königsberger Schlosskirche in Gebrauch, ausgelegt.

Exklusive Kant-Sammlung

Einen großen Bereich im Museum nimmt die umfangreiche Kant-Sammlung ein. Sie zieht immer wieder auswärtige Besucher an. Hier findet man eine Fülle von Kantdarstellungen, wie es sie sonst nirgends gibt, Erstausgaben seiner Werke, Medaillen aus seinem Todesjahr 1804 bis zur Gegenwart.

Ob im Bereich zur Musik, zur Literatur, zu den Naturwissenschaften, zur Kunst (Käthe Kollwitz), zu namhaften Vertretern der demokratischen Bewegung im 19. Jahrhundert, zu allem findet der Besucher interessante Informationen und Exponate.

An Heinrich von Kleist wird erinnert, der in Königsberg wichtige Werke verfasste, z.B. "Der zerbrochene Krug", an Franz Liszt, der von der Universität Königsberg den Doktortitel ehrenhalber für sein hervorragendes Können erhielt.

Das Museum stellt Silber aus dem 18. Jahrhundert aus, Bernsteinmöbel, das kleinste Gesang- und Gebetbuch Ostpreußens, ein Werk des Priesters Peter von Duisburg, eine Chronik über die ersten 100 Jahre des Deutschen Ordens und vieles mehr.

Info Das Museum Stadt Königsberg ist über das Kultur- und Stadthistorische Museum, Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen, Nähe Rathaus) zu erreichen. Geöffnet ist es dienstags, mittwochs, donnerstags und samstags von 10 bis 17 Uhr; freitags von 10 bis 14 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr. Geleitet wird das Museum von Pfarrer i.R. Lorenz Grimoni.

(RP)