GIMDU: Neue Immobilieneigentümer gesucht

GIMDU : Neue Immobilieneigentümer gesucht

Die Immobilie der Traditionsgaststätte „Café Steinbruch“ wird zusammen mit 19 weiteren Häusern und Grunstücken auf der Gewerbe Immobilienmesse Duisburg versteigert. Die Aurelis stellt dort Pläne für einen neuen Gewerbepark vor.

Die Szenekneipe an der Lotharstraße ist langfristig vermietet. „Kauf bricht Miete nicht“, sagt Christian Felix Hendel von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW), die die Messe ausrichtet. Die Versteigerung des „Steinbruch“ bezieht sich auf die Gaststätte, ein bezugsfreies Zweifamilienhaus und eine Gewerbehalle mit einer Grundstücksgröße von 6169 Quadratmetern. Das Mindestgebot für das Objekt mit mehr als 1000 Quadratmetern teilweise vermieteter Wohn- und Nutzfläche liegt bei 1,26 Millionen Euro. Bei der Vorstellung der GIMDU war es am Freitag allen Beteiligten ein wichtiges Anliegen zu sagen, dass der Betrieb des „Steinbruch“ durch den vermutlich bevorstehenden Eigentümerwechsel der Immobilie nicht tangiert wird.

Die Auktion sei sicher ein „besonderes Highlight“ der Gewerbeimmobilienmesse, erklärte GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Das Auktionshaus Karhausen aus Berlin bringt insgesamt 20 Objekte unter den Hammer, darunter zwölf Objekte aus Duisburg und weitere Immobilien aus Wuppertal, Münster, Remscheid, Bochum, Geldern und Schwerte. Zu den Duisburger Objekten gehört neben dem „Steinbruch“ unter anderem auch ein 1661 Quadratmeter großes Grundstück mit Kleingärten Im Eichwäldchen/Uerdinger Straße (Mindestgebot 12.000 Euro), ein Mehrfamilienhaus mit Baugrundstück in Ruhrort, Amtsgerichtsstraße 21 (Mindestgebot 135.000 Euro), eine Dachgeschosswohnung im Wasserviertel, Fuldastraße 5 (Mindestgebot 175.000 Euro) oder ein Wohn- und Geschäftshaus an der Bachstraße in Hochfeld für mindestens 695.000 Euro. Wer Interesse hat, kann sich vorher registrieren oder aber zehn Prozent der Kaufsumme in bar oder als Scheck hinterlegen – der Kaufvertrag soll noch am selben Tag von einem Notar beurkundet werden. Aber auch telefonische Gebote während der Auktion sind möglich.

695.000 Euro beträgt das Mindestgebot für dieses Haus an der Bachstraße, das einen neuen Eigentümer bekommen soll. Foto: Screenshot

Hauptanliegen der Messe ist aber zunächst, Anbieter und Käufer von Gewerbeimmobilien zusammenzubringen – ohne Versteigerung. „Es werden rund 300 Objekte angeboten, es gibt 30 Aussteller und insgesamt 17 Stände gewerblicher Anbieter“, sagte Wirtschaftsdezernent Andree Haack. „Die großen Messen wie die MIpim in Cannes oder die Expo Real in München sind in erster Linie Sache großer institutioneller Investoren und Projektentwickler für Objekte ab etwa fünf Millionen Euro. Hier geht es darum, in kleinerem Rahmen lokale Akteure dafür zu begeistern, in Duisburg zu investieren“, so Haack. Die Messe sei gerade für kleine und mittlere Unternehmer interessant. Das sieht auch Ralf Meurer so: „Es gibt Unternehmer, die suchen einen neuen Standort, eine Halle oder ein leeres Ladenlokal. Und es gibt Eigentümer, die suchen einen neuen Nutzer. Die fahren nicht zur Messe nach München, die kommen zur GIMDU.

Ralf Meurer und Andree Haack (mit Auktionshammer). Foto: GFW Duisburg/Sabrina Blinkert

Mit dabei ist auch der Flächenentwickler Aurelis. „20 Prozent unseres Flächenbestandes ist in Duisburg, und hier sind wir sehr aktiv bei Büro-, Verwaltungs- und Gewerbeimmobilien“, so Michael Buchholz, Leiter Region West der Aurelis Real Estate Service GmbH. Deshalb sei sein Unternehmen auch im CityPalais vertreten. Außerdem will Aurelis im Rahmen der GIMDU Pläne für einen neuen großen Gewerbepark in Duisburg präsentieren. Details dazu wurden am Freitag noch nicht benannt. Weitere Partner der GFW auf der Messe sind unter anderem auch die Volksbank Rhein-Ruhr, Fokus Development, Armin Quester Immobilien und Selektive Immobilien.

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