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Duisburg: Neue Disko im Lokschuppen

Duisburg : Neue Disko im Lokschuppen

Im Lokschuppen an der Dahlingstraße entsteht eine neue Groß-Disko für 1500 Nachtschwärmer. Eröffnungstermin ist der 16. Januar 2009. Ein möglichst breites Klientel soll angesprochen werden. Am Samstag steigt in der Halle eine "Baustellenparty" mit dem Radiosender Einslive.

Viele haben versucht, eine Diskothek im historischen Lokschuppen an der Dahlingstraße zu etablieren — und sind gescheitert. Jetzt buhlt ein neuer Investor am unheilvollen Standort um die Gunst der Nachtschwärmer. In der 2500 Quadratmeter großen Halle entsteht zurzeit der "Alpha Music Parc". Als Eröffnungstermin ist der 16. Januar 2009 vorgesehen.

Kenan Duyar ist fest vom Erfolg seines Projekts überzeugt. Was ihn so sicher macht? Der gebürtige Bottroper ist seit 20 Jahren im Diskotheken-Geschäft. Zudem betreibt er bereits erfolgreich zwei große Tanztempel in Dülmen und Melle. "Die hatten beide mal einen schlechten Ruf", weiß Tatjana Schüle, Assistentin der Geschäftsleitung der O & D Diskotheken Verwaltung Limited. 2006 sei der "Giga-Parc" in Dülmen mit dem "German Disco Award", dem Disko-Oscar des Fachjournals der Unterhaltungsgastronomie "discret" ausgezeichnet worden. Auch mit dem Lokschuppen in Hohenbudberg hat Duyar großes vor. Tatjana Schüle sprach gestern gegenüber unserer Zeitung davon, dass der Bottroper eine sechsstellige Summe in den neuen Standort investiere.

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Vier Tanzareale werden entstehen, die mit jeweils zwei Theken ausgestattet sind. Daneben laden Lounge-Bereiche zum Entspannen ein. Auch eine Gastronomie wird es in der 90 Meter langen Halle geben, die 1915 erbaut und 1928 erweitert wurde. Die historische Bausubstanz soll weitgehend erhalten bleiben. Der industrielle Charme ist Teil des Konzepts. "Das passt einfach ins Ruhrgebiet", schwärmt Tatjana Schüle.

Auch Ü 30 ansprechen

Das Musikspektrum reicht von House, Techno, Charts, R'n'B und Black Music bis hin zu Schlagern. Mit letzteren will der Disko-Betreiber auch die Nachtschwärmer über 30 Jahren ansprechen, denn dort sieht er eine unbesetzte Marktlücke. "Bisher gibt es in Duisburg in vergleichbarer Qualität nur den Delta Musikpark, doch der richtet sich vor allem an ein junges Publikum", erklärt Schüle. Überhaupt soll die neue Großraumdisko ein möglichst breites Klientel ansprechen.

"Es wird keine Quotenregelung am Einlass geben, wie in anderen Läden", verspricht Schüle. Gäste jeder Nationalität seien willkommen. Eine bestimmte Kleiderordnung müsse nicht eingehalten werden. "Das Erscheinungsbild sollte aber schon gepflegt sein." Nur bei stark alkoholisierten Diskogängern höre die Toleranz auf. "Aus Rücksicht auf die Sicherheit der anderen Gäste", betont Tatjana Schüle.

150 Arbeitsplätze schaffen

Neben Räumen für 1500 Nachtschwärmer, werden in Hohenbudberg auch bis zu 150 Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus will der Diskotheken-Betreiber zwei bis drei Ausbildungsplätze schaffen. Bleibt also zu hoffen, dass Kenan Duyar ein glücklicheres Händchen beweist als seine erfolglosen Vorgänger.

Wer sich schon jetzt einen Eindruck von der neuen Lokalität machen möchte, kann dies bei der "Baustellenparty" am morgigen Samstag tun. Für diese Veranstaltung verlost die RP Eintrittskarten.

(RP)