1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Name mit gutem Klang

Duisburg : Name mit gutem Klang

Konrad Voppel, von 1951 bis 1990 Kantor an der Salvatorkirche, feierte jetzt bei guter Gesundheit die Vollendung seines 85. Lebensjahrs. Voppels Name steht für anspruchsvolle Kirchenmusik in Duisburg.

Der gebürtige Leipziger Konrad Voppel hat das Duisburger Musikleben geprägt. Fast vier Jahrzehnte, von 1951 bis 1990, war er hauptamtlicher Kirchenmusiker an der Salvatorkirche, wo er bemerkenswerte Orgelkonzerte gab und mit der Kantorei große Oratorienaufführungen gestaltete. Jetzt feierte der renommierte Musiker, der in Wanheimerort wohnt, bei guter Gesundheit seinen 85. Geburtstag.

Kantor und Orgellehrer

Durch Konrad Voppel wurde die Innenstadtkirche zu einem Zentrum anspruchsvoller Kirchenmusik. Weil er außerdem als Orgellehrer an den Musikhochschulen in Duisburg und Düsseldorf lehrte und sowohl haupt- als auch nebenamtliche Kirchenmusiker ausbildete, ist die Zahl seiner Schüler sehr zahlreich. Schließlich wurde er als hoch qualifizierter Organist wiederholt auch zu Konzerten in die Duisburger Mercatorhalle eingeladen, deren Orgel er betreute. Der Künstler hat Konzertreisen unternommen und Schallplatten aufgenommen.

Konrad Voppel erhielt eine gründliche Ausbildung bei den Leipziger Thomaskantoren Karl Straube und Günther Ramin, Klavierunterricht hatte er unter anderem bei Amadeus Webersinke. Nachdem er 1950 sein Diplom für Orgelspiel und Orgelimprovisation erworben und einen Sonderpreis des DDR-Rundfunks erhalten hatte, wurde er 1951 als Orgellehrer der Landeskirchenmusikschule Düsseldorf und zum Kantor der Salvatorkirche berufen.

  • Die Geigenstudierende Eva Potthoff auf dem
    Studierende in Düsseldorf schreiben Brandbrief an Laschet : „Das Musik-Studium ist noch einsamer geworden“
  • Die Konzerte am 20. Juni finden
    Am 20. Juni in Hamminkeln : Live-Musik in der Natur geplant
  • Schumann starb am 20. Mai 1896.
    Lesung der Düsseldorfer Literaturtage : Melancholie und musikalische Lichtblicke – Clara Schumanns letzte Jahre

Konrad Voppels Bemühungen waren vom Erfolg gekrönt: Er gründete die Kantorei der Salvatorkirche, die nach bescheidenen Anfängen bald große Konzerte geben konnte und zuletzt 80 Mitglieder hatte. Viel A-cappella-Musik wurde gesungen, aber schon bald bildeten die Passionen und Oratorien Johann Sebastian Bachs eine Säule des Repertoires. Nachdem anfangs nur ein ungenügendes Instrument zur Verfügung gestanden hatte, konnte Konrad Voppel seit 1964 auf der großen Salvatororgel der Firma Emil Hammer sein Repertoire optimal verwirklichen. Auch hierbei standen die Werke Johann Sebastian Bachs im Mittelpunkt, doch daneben widmete sich der Organist besonders intensiv der osteuropäischen und speziell der russischen Orgelmusik. In Duisburg führten Konrad Voppel die Arbeit mit der Salvatorkantorei und das Orgelspiel wiederholt zu den Philharmonischen Konzerten, Konzertreisen gingen bis nach New York, nach Venezuela und zu den Niederländischen Antillen. 1985 und 1988 bereiste er die Sowjetunion, Hans-Joachim Rotzsch und den Leipziger Thomanerchor begleitete er auf einer Konzertreise durch die Bundesrepublik.

Auch nach seiner Pensionierung ist der vitale Salvatorkantor musikalisch aktiv geblieben. Er spielt sehr viel Klavier und spielt in Buchholz regelmäßig auf der Orgel. Bis vor einigen Jahren übernahm er gelegentlich die musikalische Begleitung von Gottesdiensten, mit dem Rotary-Chor gestaltete er das Weihnachtsliedersingen in Buchholz. Musik lässt einen Künstler wie ihn natürlich auch im Ruhestand nicht mehr los.

(RP)